Big-Mac-Index: Vergleich der Kaufkraft

Der altbekannte Big-Mac-Index führt die Theorie vom teuren Euro ad absurdum. Die weltweit verschiedenen Preise für das Produkt erlauben Rückschlüsse auf die Kaufkraft einzelner Währungen, solange die Konkurrenz nicht auf die Verkaufspreise drückt.


Big-Mac-Index

Der Big-Mac-Index - ein Spiegel der Kaufkraft

McDonald's beweist als Hersteller des ­Big-Macs, dass der Euro keinesfalls zu teuer ist. Diese Meinung wird in letzter Zeit zunehmend von der Europäischen Zentralbank vertreten, insbesondere Frankreich weist regelmäßig auf die Überbewertung der Gemeinschaftswährung hin. Der Big-Mac-Index des Wirtschaftsmagazins "­The Economist" zeigt die angemessene Bewertung des Euros.

Weltweit gleiche Herstellung

Das global einheitliche Produktionsverfahren macht den Big-Mac zur idealen Grundlage für die Bewertung der Kaufkraft einzelner Währungen. Das Produkt wird nicht nur überall gleich hergestellt, auch die Zutaten sind in allen Ländern identisch. Das ­Fast-Food-Produkt sollte nach Harmonisierung der Wechselkurse überall gleich teuer sein. Wenn der Big-Mac als Maßstab für die Kaufkraft genommen wird, zeigt sich im direkten Vergleich, dass der Burger in den Vereinigten Staaten ebenso viel kostet wie in der Euro-Zone. Der Big-Mac wird in den USA für 4,80 Dollar und in Europa für 4,95 Dollar verkauft.

Im Ergebnis gibt es nur sehr geringe Unterschiede bei der Kaufkraft, der Euro erfährt eine faire Bewertung. Die Überbewertung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar wurde in den letzten Jahren deutlich abgebaut. Allerdings beeinflusst McDonald's mit seiner Preispolitik den Big-Mac-Index. Angesichts vieler Mitbewerber hat die Fast-Food-Kette die deutschen Preise für ihr beliebtestes Produkt erheblich reduziert. Das Ergebnis kommt einer internen Aufwertung zum US-Dollar gleich.

Big-Mac-Index mit Grenzen

Aufgrund preislicher Interventionen des Mutterkonzerns stößt der Index bei der Bewertung der Kaufkraft an seine Grenzen. Die Ergebnisse reflektieren die Einflüsse regionaler Faktoren, wie beispielsweise die Preisgestaltung, angesichts erhöhtem Konkurrenzdruck. Darüber hinaus erfasst der Big-Mac-Index nicht die unterschiedliche Funktionsweise der Märkte in einzelnen Nationen. Die Imbiss-Kette muss ihre Preise überall dort reduzieren, wo sich auf dem Markt viele Mitbewerber tummeln.

Der Index zeigt, dass aktuell in Norwegen der Big-Mac weltweit am teuersten ist, er kostet dort 7,76 Dollar. Dem Index zufolge ist die Kaufkraft der norwegischen Krone schon seit Jahren extrem überbewertet.

Der Blick aufs Barometer lohnt

Obwohl der Big-Mac-Index die Kaufkraft einzelner Währungen nur eingeschränkt vermittelt, lohnt sich für Urlauber ein Blick darauf. Sie können schon bei den Reisevorbereitungen sehen, wo ihr Euro derzeit am meisten wert ist. Der Burger ist momentan in der Ukraine am preiswertesten, gefolgt von Indien. In dem exotischen Land erhalten Reisende nahezu drei Mal so viel für einen Euro als in Europa.


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