Kurz laufende Anleihen oder Festgeld?

Kurz laufende Anleihen sind aufgrund ihrer niedrigen Volatilität für einige Investoren eine Alternative zu Festgeld. Die historisch geringen Renditen bei Schuldverschreibungen lassen besonders in der Anfangsphase die Erträge von kurzfristigen Anleihepapieren und entsprechenden Fonds geringer erscheinen. Jedoch wird die Entscheidung für einen Rentenfonds nicht nur von einem Vergleich der Rendite getragen.


Festgeld

Sicherheit, Flexibilität und Liquidität

Die globalen Strategien der Vermögensverwaltungsgesellschaft Dimensional bei Anleihen offerieren Anlegern gegenüber Festgeld drei gravierende Vorteile:

Zeitgemäße Flexibilität wird von Sicherheit und Liquidität begleitet.

Flexibilität kommt bei den Anleihen-Strategien von Dimensional gleich in mehrfacher Hinsicht zum Ausdruck. Zum Ersten nutzen diese Strategien variable Laufzeitansätze; dies erlaubt den Portfoliomanagern, einen Nutzen aus den optimalen Rendite-Bereichen weltweiter Zinsstrukturkurven zu ziehen.

Des Weiteren sind die Fonds nicht zum Halten der Anleihen bis zur Fälligkeit verpflichtet. Angesichts variabler Laufzeiten in Verbindung mit flexiblen Haltefristen liegen die zu erwartenden Erträge deutlich über denen von Festgeld und Nominalanleihen.

Zum Zweiten können Portfoliomanager mit der beweglichen Laufzeitstrategie wendiger auf Zinsveränderungen reagieren. Der Manager verfügt bei steigenden Zinsen angesichts variabler Laufzeiten über höhere Flexibilität zur Fonds-Positionierung. Im Ergebnis kann er besser von den in der Erwartung liegenden höheren Zinsen profitieren. 

Zum Dritten haben niedrige Nominalzinsen an den heimischen Märkten keinen Einfluss auf globale Anleihen, sie können seitens der Rendite gegebenenfalls höhere Werte generieren. Durch internationale Investments erzielen globale Strategien bei Anleihen dort optimale Renditen, wo die Märkte sie offerieren. Dabei sollten Anleger berücksichtigen, dass Investments in Anleihen Risiken mit sich bringen, die bei Festgeld nicht bestehen.

Liquidität wird mit geringeren Renditen bezahlt

Im Umkehrschluss zeigt sich bei Festgeld, dass ein mehr an Rendite die Liquidität spürbar sinken lässt. Anleger sollten sich über die Einschränkungen der Liquidität besonders dann im Klaren sein, wenn sie ihr Festgeld kündigen und den Betrag in Anleihen beziehungsweise Rentenfonds investieren möchten. Diese Option könnte sich ergeben, wenn die Zinsen wieder nach oben klettern.

Auch Sicherheit wird in der Rendite gespiegelt

Anleger sollten sich vergewissern, inwieweit ihr Festgeld-Konto durch Garantien seitens der Bank oder der Behörden abgesichert ist. Ein unerwartet hoher Zinssatz bei Festgeld-Angeboten könnte auf ein unverhältnismäßiges Risiko hinsichtlich des Instituts schließen lassen. Unter Umständen kann das Risiko bei einzelnen Bankhäusern wesentlich höher sein als bei einem Portfolio mit breit gestreuten Anleihen und kurzfristigen Laufzeitstrategien. 

Für einen Teil der Anleger sind Bareinlagen wie Festgeld die Anlageklasse mit dem geringsten Risiko, andere wiederum favorisieren kurz laufende Anleihen. Für welche Richtung Sie sich entscheiden, sollten Sie idealerweise mit einem unabhängigen Berater auf Honorarbasis abstimmen.


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