Neue Ära der Geldgeschichte?

Bitcoins sind mittlerweile vielen ein Begriff. Seit ihrem Auftauchen in den Jahren 2008/9 hat die Krypto-Währung es geschafft, zu einem vielfach anerkannten Zahlungsmittel und einem heißbegehrten Spekulationsobjekt zu werden.


Dabei stellen Bitcoins nicht einmal das einzige virtuelle Geld dar. Ethereum, Dash, Litecoin oder Ripple sind nur einige weitere Beispiele für virtuelle Zahlungsmittel, die ihre Existenz ausschließlich dem Internet verdanken. Insgesamt gibt es bereits mehrere Dutzend Krypto-Währungen, ohne dass ein Ende der Kreativität absehbar wäre.

Beispiellose Kursrallye 

Seit den ersten Monaten dieses Jahres erleben Bitcoins - aber auch andere virtuelle Währungen - eine beispiellose Kursrallye. Lag der Kurs zu Jahresbeginn noch bei rund 1.000 US-Dollar, hat er sich bis Mitte Juni zwischen 2.500 und knapp 3.000 US-Dollar für eine Bitcoin-Einheit fast verdreifacht. Noch 2010 kostete eine Einheit gerade mal 30 Cent. Wer damals 90 Dollar investiert hätte, könnte sich heute über mehr als 800.000 Dollar Vermögen freuen. Dabei ist der Bitcoin-Anstieg nicht einmal der spektakulärste. Noch dramatischer hat sich Ethereum - die Nummer zwei unter den Krypto-Währungen - entwickelt. Hier hat sich der Kurs seit Jahresbeginn mehr als verdreißigfacht. Manches an dem Kurs-Hype erinnert an die Boom-Zeit der Dotcom-Blase. 

Gründe für den Boom 

Was steckt hinter der Kursexplosion? Da ist zum einen die Tatsache, dass ein streng limitiertes Angebot auf eine stark wachsende Nachfrage stößt. Das wirkt immer preistreibend. Der Nachfrageschub hat verschiedene Ursachen. Die zunehmende Bekanntheit der Krypto-Währungen sorgt für mehr Akzeptanz, das erhöht wiederum den Bedarf. Zuletzt wurden Bitcoins sogar in Japan als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Die ersten Fonds mit Krypto-Währungsbasis stehen in den Startlöchern. Viele suchen das virtuelle Geld auch als spekulatives Investment. Hier gilt die alte Regel: Die Hausse nährt die Hausse - Crash nicht ausgeschlossen. Attraktiv ist das Krypto-Geld auch, weil es geldpolitischen Manipulationen entzogen ist. Geldschwemmen à la Mario Draghi gibt es hier nicht. Der Einstieg ist eine Möglichkeit, sich "Weichwährungen" zu entziehen. 

Währungshüter mit Argwohn 

Notenbanken beobachten den Erfolg der Krypto-Währungen mit Argwohn. Bitcoins haben nach den jüngsten Kurssprüngen eine Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Dollar erreicht.

Ethereum folgt mit über 20 Milliarden Dollar und könnte bald gleichziehen. Insgesamt erreicht das Krypto-Geld ein Volumen von über 90 Milliarden Dollar - eine relevante Größe.

Was den Währungshütern dabei Sorge macht, ist nicht nur die fehlende Möglichkeit zur Steuerung des Krypto-Geldes, sondern auch die Anfälligkeit für kriminelle Machenschaften. Werden wir durch Bitcoins & Co. eine neue und nachhaltige Ära der Geldgeschichte erleben?


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