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Unwettergefahren werden unterschätzt

Viele Deutsche unterschätzen das mit Extremwetter verbundene Risiko, der Versicherungsverband GDV warnt hingegen vor mittelfristig zunehmender Gefahr. Nur die wenigsten Verbraucher versichern ihr Hab und Gut gegen Elementarschäden, eine aus Sicht der Assekuranz gefährliche Nachlässigkeit.


Auch in Deutschland große Schäden durch Unwetter

Insbesondere im Frühjahr und Sommer fegen zunehmend heftige Stürme in Begleitung von Starkregen und Hagel über das Land, die meisten Schäden hinterlassen sie im Süden. Die Versicherer rechnen mit einer mittelfristigen Schadenszunahme, nicht zuletzt, weil auch die Zahl an Gebäuden und Verkehrswegen zunimmt.

  • 2007 verursachte der Orkan Kyrill einen Schaden von mehr als 4.5 Milliarden Euro, zudem verloren in Deutschland 13 Menschen ihr Leben.
  • Die Orkantiefs 2017 waren vergleichsweise harmlos, gleichwohl fielen auch ihnen Menschen zum Opfer und die Schäden erreichten dreistellige Millionenbeträge. 

 

Kaum jemand glaubt, selbst getroffen zu werden

Die YouGov-Deutschland GmbH befragte im Auftrag von Swiss Life Select online deutsche Verbraucher zu ihren Ansichten in Bezug auf Unwetterauswirkungen:

  • 54 Prozent halten es demnach für unwahrscheinlich, dass ihre Wohn- oder Gewerbegebäude durch Starkregen beschädigt werden.
  • Nur jeder Dritte hält einen Rückstauschaden in der Kanalisation für möglich.
  • Hochwasserschäden sind nur für jeden Vierten denkbar.
  • Dementsprechend sind nur 22 Prozent der Befragten gegen Elementarschäden durch einen Zusatzbaustein in der Gebäudeversicherung abgesichert.
  • In der Hausratversicherung ist der Baustein bei nur 29 Prozent enthalten.

Die Sorglosigkeit könnte im Ernstfall verheerende Folgen haben, denn beide Versicherungen begleichen Unwetterschäden nur bei integriertem Zusatzbaustein. 

Trügerische Annahmen

Viele Menschen glauben, nicht von Schäden durch Unwetter tangiert zu werden, weil sie in Regionen leben, die als nicht gefährdet gelten. Experten der Swiss Life Select wissen jedoch, dass gerade in den vermeintlich ungefährdeten Regionen fast 95 Prozent aller Elementarschäden zu beklagen sind. Nicht versicherte Betroffene werden von den hohen Schadenskosten überrascht und überfordert. Auf der sicheren Seite wären sie jedoch mit rechtzeitiger Vorsorge gewesen.

Beim Auto noch sorgloser

Dass am eigenen Fahrzeug durch wetterbedingte Ursachen hohe Schäden entstehen können, glaubt nur jeder fünfte Deutsche. Ganze 17 Prozent verfügen über eine entsprechende Versicherung.

Versicherungsexperten vermuten, dass Sorglosigkeit nicht der wichtigste Grund für fehlende Absicherung ist. Vielmehr wissen die meisten Verbraucher einfach zu wenig über den jeweiligen Versicherungsschutz bestimmter Policen. Immerhin ein Drittel konnte bei der Befragung nicht sicher sagen, ob sie gegen Elementarschäden versichert sind oder nicht.


 
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