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Wann ist ein Minikredit wirklich sinnvoll?

Menschen in Entwicklungsländern bekamen ab den 1970er Jahren Kleinkredite als Starthilfe für den Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit. Davon profitierten Landwirte, die damit das Saatgut für die nächste Ernte kaufen konnten, ebenso wie normale Bürger, die sich mit Hilfe des Geldes beispielsweise eine Existenz als Straßenhändler aufbauen konnten.


Minikredit

Nachdem sich dieses Modell in Ländern der Dritten Welt sowie in Schwellenländern als echtes Erfolgsmodell erwiesen hat, wird der Kleinkredit auch in Deutschland immer häufiger angeboten. In Anspruch nehmen können den Minikredit sowohl Selbständige als auch Privatpersonen. Doch in welchen Fällen lohnt sich ein Minikredit wirklich und wann sollten besser Alternativen zur Finanzierung ins Auge gefasst werden? 

Der Minikredit für Freiberufler und Selbständige 

Selbständige und Freiberufler können einen Kleinkredit in einer Höhe von bis zu einigen tausend Euro aufnehmen. Beantragen sie einen Kleinkredit bei einer Bank, steht das Geld in der Regel zur freien Verfügung, es gibt aber auch einen Minikredit, durch den das Sozialministerium den Schritt in die Selbständigkeit fördert. 

In diesem Fall ist das Darlehen allerdings in gewisser Weise zweckgebunden und darf ausschließlich für betriebliche Ausgaben verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise Investitionen in Büroausstattung oder Maschinen, aber auch für Betriebsmittel und laufende Kosten wie den Wareneinkauf oder die Miete für Geschäftsräume. Welche Ausgaben mit diesen Mitteln beglichen werden, muss allerdings schon vor der Antragstellung geplant werden. Es ist hier nämlich nicht möglich, das Darlehen als zusätzlichen finanziellen Puffer in Anspruch zu nehmen. 

Der Kleinkredit für Privatleute: Wenn der finanzielle Spielraum zu eng ist 

Ein Minikredit – gegebenenfalls mit Sofortauszahlung – wird von Privatleuten meist dann in Anspruch genommen, wenn eine unvorhergesehene Ausgabe ansteht und das Konto bereits am Limit ist oder nicht unnötig belastet werden soll. Klassische Beispiele sind Autoreparaturen oder der Austausch eines defekten Elektrogerätes. Gern in Anspruch genommen wird er beispielsweise auch dann, wenn Sommer- und Winterreifen gewechselt und die alten Reifen ausgetauscht werden müssen, weil deren Profil zu schlecht ist, als dass sie noch während der kompletten Saison eingesetzt werden können. In diesen Fällen macht es auch wirtschaftlich durchaus Sinn, einen Minikredit (meist unter 1000 Euro) zu beantragen. 

Schließlich bewegt sich der Darlehensbetrag in einem Rahmen, der es dem Kreditnehmer ermöglicht, ihn mit dem nächsten Gehaltszahlungseingang zurückzuzahlen. Der Minikredit muss also nur für einige Tage oder Wochen in Anspruch genommen werden, was sich natürlich positiv auf die Kosten auswirkt. Denn obwohl der Zinssatz oft höher ist als bei einem klassischen Ratenkredit, müssen die Kreditnehmer dank der kurzen Laufzeit nur einen geringen Betrag bezahlen. Leider fehlen diese Spezialanbieter in den meisten Online-Kreditvergleichen; mitdabei zum Beispiel auf europa-web.de findet man im Artikel Minikredit sofort aufs Konto alle Anbieter-Details, Features und Anforderungen. 

Einen Minikredit bei einem Geldinstitut in der Schweiz oder aus einem anderen europäischen Land in Anspruch zu nehmen (funktioniert in der Praxis über deutsche Kreditvermittler welche mit dortigen Banken kooperieren), lohnt sich, wenn negative Schufa-Einträge vorliegen oder die Schufa sauber bleiben soll. Dort erfolgt nämlich keine Abfrage bei der Schufa zur Bonitätsprüfung. In Sachen deutschsprachiger Spezialanbieter genau dafür trifft dies zum Beispiel auf Cashper oder Vexcash zu. 

Fazit: Minikredit am besten als Notfallkredit oder Überbrückungsdarlehen 

Letztlich ist ein Minikredit heute am besten als Überbrückungsdarlehen bis zum nächsten Gehaltseingang oder für Spontankäufe sowie finanzielle Notfälle aller Art geeignet. Wir empfehlen, auf teure Zusatzoptionen zu verzichten und den Minikredite nach spätestens 30 Tagen zurückzuzahlen (also als reinen Kurzzeitkredit abzuschließen). 

Wollen Verbraucher Sachgüter wie etwa einen Computer oder eine Waschmaschine anschaffen, ist ein klassischer Ratenkredit meist die bessere Alternative. Dieser wird sogar von den Händlern selbst in Form einer Ratenzahlung angeboten. Hier liegt der Vorteil darin, dass die Kosten in einem bestimmten Zeitraum für den Kreditnehmer überschau- und kalkulierbar bleiben.


 
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