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Wo bewahre ich mein Gold auf?

Aus verschiedenen Gründen neigen immer mehr Verbraucher zum Erwerb von Gold. Doch wo soll das Edelmetall aufbewahrt werden, um vor unerwünschtem Zugriff sicher zu sein? Das oft favorisierte Bankschließfach bietet weniger Schutz als von vielen vermutet.


Gold

Warum ist der Erwerb von Gold so erstrebenswert?

Auf lange Sicht, so vermuten die Experten, wird es zu einer Abschaffung des Bargelds kommen, erste Anzeichen sind die schrittweisen Einschränkungen bei Barzahlungen. Um sich vor derartigen Repressionen zu schützen, flüchten Verbraucher zunehmend in Edelmetalle, doch auch hier werden Käufer und Verkäufer immer mehr eingeschränkt beziehungsweise überwacht. Gleichwohl ist Gold eine Absicherung, die bei den unterschiedlichsten Krisen beruhigende Vorteile zeigt.

Gold und andere Werte gehören nicht in Bank-Tresore

Bankschließfächer versprechen seit Langem umfassende Sicherheit, welche allerdings in Extremfällen erheblich eingeschränkt sein kann. Solange die Mieter keine Versicherungen gegen Raub und Feuer abgeschlossen haben, tragen sie daraus entstehende Verluste selbst. Eine bislang meist unbekannte Gefahr stellen staatliche Ermittlungsbehörden dar. Die benötigen immer weniger Gründe, um die Schließfächer verdächtiger Inhaber gewaltsam öffnen zu lassen. So geschehen vor einigen Jahren im Vereinigten Königreich, dort nutzen die Behörden verschiedenen Vorwände, um 7.000 Schließfächer aufzubrechen. Banktresore eignen sich nicht mehr zum Aufbewahren von Gold, doch gibt es sinnvolle Alternativen.

Gold zu Hause deponieren

Nur wenige Gold-Besitzer denken an die Möglichkeit, ihre Werte in den eigenen vier Wänden aufzuheben, weil sie diesen Ansatz mit erhöhtem Risiko verbinden. Die Ansicht ist mit Einschränkungen richtig - besteht aber bei einem Geldhaus ebenso. Der Unterschied: Zu Hause kann jeder etwas für optimale Sicherheit tun, bei einer Bank bleibt die Sicherheitsoptimierung anderen überlassen. Banktresore kosten zudem Gebühren - und die sind auf lange Sicht anderweitig besser investiert.

Der Tresor im Eigenheim

Bevor Verbraucher daran denken, für ihre Goldbarren oder Münzen einen Safe anzuschaffen, müssen einige Regeln zur eigenen Sicherheit aufgestellt werden.

  • Die Absicht darf weder Fremden noch Freunden oder Bekannten mitgeteilt werden. Auch der geplante Inhalt muss geheim bleiben.
  • Der Tresor sollte in jedem Fall fest ins Mauerwerk integriert sein, damit Diebe ihn nicht entwenden und in sicherem Umfeld öffnen können.
  • Letztendlich muss die Versicherung von darin deponierten Werten in Kenntnis gesetzt werden.

Denn die Hausrat-Versicherung kommt bei Diebstahl nur für ihr bekannte Wertgegenstände auf, entscheidend sind zudem die beim Versicherer geltenden Entschädigungs-Limits. 

Nicht jeder Goldtresor genügt den Anforderungen

Die von der Assekuranz zur Entschädigung bezahlten Summen richten sich nach der Einbruchssicherheit der gewählten Safes und diese definiert sich über Sicherheitsstufen, Widerstandsgrade und Klassifizierungen.

In den eigenen vier Wänden kommen meist Möbeltresore, Wandtresore oder Standtresore zum Einsatz. Da an ihnen oft gespart wird und sie eher diskret als sicher sind, können darin gelagerte Goldbestände nicht umfassend versichert werden. 

Der einzig richtige Tresor fürs Gold

Der Versicherung genügt nur ein Goldtresor mit allerhöchster Sicherheitsstufe: der sogenannte Wertschutzschrank. Auch bei Wertschutzschränken muss auf verschiedene Sicherheitsgrade geachtet werden. Der ideale Wertschutzschrank weist entweder ein VdS Prüfsiegel auf oder ist vom ECB-S zertifiziert. Wiegt er weniger als 1.000 Kilogramm, muss er zur Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes fest in der Wand oder im Boden verankert sein. Wertschutzschränke sind als Wandtresore oder Bodentresore erhältlich, beide Varianten stellen kriminelle Elemente vor Herausforderungen, denen sie in der Regel nicht gewachsen sind.


 
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