Die üblichen Anlegerfehler vermeiden

Die Erfahrung zeigt, bei Geldanlagen werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Das gilt insbesondere dann, wenn Anleger mehr ihrem Bauch als fundiertem Wissen folgen. Mit dem richtigen finanziellen Know-how ließe sich manche Fehlentscheidung vermeiden.


Anlegerfehler

Es gibt Untersuchungen darüber, dass fast die Hälfte der Rendite bei Investments vernichtet wird, weil Anleger falschen Empfehlungen folgen, unüberlegt agieren oder sich mehr von ihren Gefühlen als ihrem Verstand leiten lassen. Dabei ist es gar nicht so schwer, Fehler zu vermeiden, wenn ein paar Grundregeln beachtet werden. Hier ein Überblick:

1. Risikostreuung bringt echten Mehrwert

"Alles auf ein Pferd setzen" ist die falsche Strategie. Spätestens seit der Portfolio-Theorie von Markowitz hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Risikostreuung unverzichtbar ist, um ein angemessenes Verhältnis von Rendite und Risiko zu erzielen. Von daher sollten Sie Ihr Geld immer auf verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Bankeinlagen usw.) verteilen und auch innerhalb jeder Risikoklasse "mischen". Sie verbessern damit Ihre Position garantiert. 

2. Investieren ist besser als Spekulieren

Wollen Sie mit Ihren Geldanlagen nachhaltigen Erfolg erzielen, handeln Sie auf lange Sicht. Durchhaltevermögen und Disziplin bringen Ihnen mehr Gewinn als die spekulative Hoffnung auf den schnellen Erfolg. In der Regel produzieren Sie damit nur Kosten und Verluste. Es gibt die wissenschaftlich gut begründete Ansicht, dass Spekulationen auf Dauer nicht erfolgreich sein können. Als Investor verfolgen Sie eine bessere Strategie, wenn Sie langfristig anlegen und auf häufige Umschichtungen verzichten. 

3. Manchmal sind Anpassungen sinnvoll

"Buy and Hold" ist in vielen Fällen eine sinnvolle Empfehlung bei Börseninvestments. Gelegentlich kann es aber auch angebracht sein, Anpassungen vorzunehmen - zum Beispiel, wenn sich Ihre Anlageziele verändert haben oder sich die Struktur Ihres Portfolios verschoben hat. Solche Anpassungen haben nichts mit Spekulation zu tun. Es geht vielmehr um eine Neujustierung oder Rebalancing in angemessenen Zeitabständen. 

4. Vermeiden Sie den Tunnelblick

Vorsicht bei vermeintlichen "Geheimtipps". Hier sollten Sie immer eine kritische Distanz bewahren. Viele Anleger neigen bei solchen Tipps zum Tunnelblick. Sie nehmen nur noch die Informationen und Nachrichten wahr, die für die Empfehlung zu sprechen scheinen. Negative Fakten werden ausgeblendet. Die Enttäuschung ist mit einer solchen selektiven Wahrnehmung vorprogrammiert.

5. Weniger Kosten bedeuten mehr Rendite

Die Kosten von Geldanlagen können ein echter "Renditekiller" sein. Wenn Sie sich für kostengünstigere, aber gleichwertige Anlagealternativen entscheiden, haben Sie schon viel für Ihren Anlageerfolg getan. Ein gutes Beispiel dafür sind ETFs - börsengehandelte Indexfonds. Sie performen im Schnitt keineswegs schlechter als herkömmliche, aktiv gemanagte Fonds, verursachen aber nur einen Bruchteil der Kosten.


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