Ein wichtiger Wirtschaftszweig: Do-it-yourself-Boom

Sind Sie auch vom deutschen Do-it-yourself-Boom tangiert und üben sich im Backen, Stricken, Gärtnern oder beim Hausbau? Ungeachtet Ihrer Motivation festigen Sie damit einen wichtigen Wirtschaftszweig und finden im Selbermachen einen perfekten Ausgleich zum Berufsleben.


Do-it-yourself

Inspiriert werden Sie bei Ihrer Freude am Selbstgemachten von zahlreichen Blogs, auf denen meist Frauen mittleren Alters mit den unterschiedlichsten Anleitungen den Do-it-yourself-Trend aufgreifen und damit Auflagenrekorde erzielen. Für Sie lautet das Gebot der Stunde: Eigeninitiative statt gedankenlosem Konsum.

Als ob die Arbeitswoche nicht anstrengend genug gewesen wäre, leben Sie Ihre Neigung zum Selbermachen am Wochenende aus. Wenn Sie wissen wollen, woher Ihre kreative Veranlagung kommen könnte, sollten Sie jetzt weiterlesen.

Der Ausgleich für eine Woche im Multitask-Modus

Ihr Berufsleben findet vorwiegend am Computer statt und ist von endlosen Zahlen in Excel-Tabellen bestimmt. Fünf Tage erledigen Sie Aufgaben, deren Sinn Ihnen nicht immer klar ist, und vermissen überschaubare Herausforderungen. Wahre Erfüllung wird Ihnen eigentlich nur am Wochenende zuteil, da gehen Sie Dinge an, die Ihre Sinne beanspruchen und bei denen am Ende ein individuell gestaltetes Produkt steht. 

Sie engagieren sich mit vollem Körpereinsatz, bauen Druck ab und gewinnen verloren geglaubte Kontrolle zurück. Es gibt Ihnen ein zufriedenstellendes Gefühl, wenn Sie am Abend ein fertiges Produkt aus eigener Kreation in den Händen halten. Insbesondere, wenn Sie wochentags in spezialisierten Arbeitsvorgängen ohne greifbare Ergebnisse gefangen sind. 

Selbermachen schafft Mehrwert

Sie eignen sich bei Ihrer Do-it-yourself-Vorliebe nicht nur weitere Kompetenzen an, Sie wissen auch um den Aufwand und schätzen den Wert selbst hergestellter Gegenstände. Ihre Eigenleistung lässt Sie niemals über die verwendeten Zutaten im Unklaren. Letztendlich entscheiden Sie darüber, was Sie zu sich nehmen, wie Sie sich kleiden oder welches Ambiente Ihre Wohnung prägt.

Längst vergessene Werte

Do-it-yourself war bereits bei den Blumenkindern der 60er und 70er-Jahre sehr aktuell, allerdings drängten die Medien den Hang zum Selbermachen gezielt in die Öko-Ecke. Dadurch verlor der Trend damals an Popularität und wurde vom Main-Stream vergessen.

Es geht bei der derzeitigen Tendenz nicht um Schafwollpullover oder andere wenig vorteilhafte Kleidungsstücke. Vielmehr handelt es sich um Selbstverwirklichung und um einen Rückzug in die Privatsphäre zum Schutz vor einer vermeintlich bedrohlichen Welt.

Selbermachen bedeutet keinesfalls Konsumverzicht

Sie sind als passionierter Heimwerker ein gerne gesehener Kunde in Baumärkten. Sie stellen mit Ihren Einkäufen eine komplette Branche auf ein wirtschaftlich solides Fundament. Gefahr besteht für Sie beim Selbermachen immer dann, wenn Sie an Ihre handwerklichen Grenzen stoßen. Hier lauern Frust und Enttäuschung im günstigsten Fall.

Richtig bedrohlich kann Do-it-yourself werden, wenn Sie sich beispielsweise an riskante elektrische Installationen wagen und dabei die Kompetenz der Fachleute ignorieren.


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