Gemütlich soll es sein: Woher kommt das Kaminholz?

Als informierter Verbraucher ist Ihnen wahrscheinlich nicht entgangen, dass Kaminholz günstiger ist als fossile Brennstoffe. Zudem verbreitet ein Kamin kuschelige, angenehme Wärme und es bleibt nur die Frage, woher ist das benötigte Holz zu nehmen?


Kaminholz

Baumärkte bieten Ihnen Kaminholz in den unterschiedlichsten Gebinden an, außerdem können Sie Holz auf diversen Plattformen im Internet bestellen und liefern lassen. Wesentlich preiswerter wird Ihr Kaminfeuer jedoch, wenn Sie sich das erforderliche Holz aus dem Wald vor Ihrer Haustüre besorgen. 

Kamine bundesweit auf dem Vormarsch

Die jährlichen Verkaufszahlen haben sich nach Auskunft der Schornsteinfegerinnung seit 1990 verdreifacht und liegen aktuell bei 400.000 Kaminen pro Jahr. Besonders stark stieg der Absatz im Jahr 2006 an, damals sorgte die neue Energiesparverordnung für den Verkauf von 630.000 Einheiten. Mittlerweile setzen 20 Prozent aller Haushalte auf die wohlige Wärme aus Kaminholz. Gleichwohl wissen viele Bürger noch nicht, wo sie den begehrten Brennstoff hernehmen sollen. Wir zeigen nachfolgend einige Möglichkeiten auf.

Kaminholz aus dem Internet oder vom Baumarkt

Sie können Ihr Brennholz beim nächsten Baumarkt selbst abholen, doch benötigen Sie dazu sportliche Kondition und ein geräumiges Fahrzeug. Es geht auch bequemer, denn Baumärkte und andere Anbieter sind mit Plattformen im World Wide Web vertreten. Die Preise sind allerdings im Netz ebenso unterschiedlich wie bei regionalen Lieferanten. Der Händler vor Ort liefert Ihnen beispielsweise einen Raummeter für 80 bis 100 Euro, für weitere 20 bis 30 Euro kommt das Holz vor Ihre Haustüre.

Sie sollten die teureren Angebote favorisieren, denn die beinhalten gut abgelagertes Hartholz, welches CO2-neutral und sofort verwendbar ist. Frisches Holz kann bis zu 30 Prozent günstiger sein, muss aber wegen drohender Kaminversottung und Freisetzung gefährlicher Gase so lange trocken lagern, bis die Restfeuchte auf zwanzig Prozent reduziert ist. 

Verwirrende Mengenangaben

Als umweltbewusster Verbraucher sollten Sie auf Kaminholz aus dem Baumarkt verzichten. Die Baumärkte beziehen ihr Holz meist aus Osteuropa, und die weite Reise macht die ansonsten optimale Klimabilanz Ihrer Holzheizung zunichte. Eine weitere Schwierigkeit dürften die unterschiedlichen Mengenangaben für Sie mit sich bringen, oder können Sie die Begriffe Festmeter, Raummeter und Ster sicher definieren? Wenn Sie sich beispielsweise für einen Festmeter Buche als Kaminholz entscheiden, liefert Ihnen der Händler einen durchgehenden Baumstamm mit etwa 760 Kilogramm Gewicht. Die Zerkleinerung bleibt Ihnen überlassen.

Wesentlich sinnvoller und verbreiteter ist, Brennholz per Ster (Raummeter) zu erwerben. Hierbei beziehen Sie gut geschichtete Scheite mit minimalen Zwischenräumen und erhalten bei Buchenholz etwa 530 Kilogramm. Die Alternative dazu ist der Schüttraummeter, bei dem Sie das Holz lose aufgeschüttet meist im 380 Kilogramm schweren Drahtkorb erhalten. 

Wir verweisen übrigens nicht ohne Hintergedanken auf Buchenholz, denn ein Raummeter davon ersetzt 200 Liter Heizöl. Fichte ist etwas billiger, allerdings mit 130 Liter Öl auch wesentlich weniger effizient. 

Eigeninitiative ist nicht kostenfrei

Sie benötigen neben der erforderlichen Ausrüstung umfassende Erfahrung, viel Zeit, gute Kondition und die entsprechenden Genehmigungen. Dann können Sie Ihr Kaminholz im nahe gelegenen Wald selbst schlagen und müssen dem Förster pro Raummeter nur 20 bis 30 Euro aushändigen.


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