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Revolution im online-Banking

Vor zwanzig Jahren sorgte das Online-Banking für eine Revolution des Bankenwesens. Damals setzten frisch eröffnete Direktbanken den traditionellen Filialinstituten enorm zu. Die Verbraucher verloren ihre Loyalität zu den Hausbanken und legten sich online weitere Konten zu. Ein erneuter Umschwung steht der Branche durch innovative Ideen und Techniken bevor.


online-Banking

1994 begann die Revolution im Online-Banking

Wegbereiter war die Münchener Direkt Anlage Bank (DAB), die sich am 16. Mai 1994 zum ersten Mal den interessierten Kunden präsentierte. Bereits zu Beginn war die Nachfrage groß, denn die Privatkunden und Anleger nahmen Online-Banking gerne als Alternative an. Sie hatten längst genug von der Schwerfälligkeit konventioneller Banken. Die Revolution machte sich bei der DAB durch wesentlich günstigere Preise beim Erwerb von Aktien, Fonds und Anleihen bemerkbar. Darüber hinaus funktionierte beim Online-Banking einfach alles wesentlich schneller und einfacher. Das einzige Manko zeigte sich für die Nutzer der neuen Direkt-Institute in der fehlenden Beratung.

Berater wehrten sich gegen die Revolution

Die Berater des Mutterkonzerns fürchteten sich vor der neuen Konkurrenz im eigenen Haus. Ihnen gefiel die Vorstellung, dass sie Kunden beraten sollen, die dann zur günstigeren Tochter gehen, überhaupt nicht.

Die Revolution fand schnell Nachahmer

Die DAB war zwar das erste Institut für Online-Banking, doch blieb es nicht lange allein. Bereits wenige Wochen später folgte mit dem Direktbroker Consors ein Mitbewerber. Auch die Commerzbank beteiligte sich am Online-Banking und bewarb ab Ende 1994 Privatkunden mit Comdirekt. Bankgeschäfte sind seitdem erheblich kostengünstiger und schneller geworden, doch folgt dieser Revolution aktuell bereits die nächste.

Der nächste Umbruch kündigt sich bereits an

Smartphones werden das bisher bekannte Online-Banking erneut revolutionieren. Mit ihnen sollen Finanzthemen, wie beispielsweise Zahlungsverkehr, Kredite und Vermögensanlagen von ihrer Komplexität befreit werden. Die Idee dahinter klingt vielversprechend, denn spielerisch lernen setzt sich auch in anderen Bereichen zunehmend durch. Smartphones haben nach Ansicht der Branche das Potenzial, den Umgang der Verbraucher mit Geld einschneidender zu verändern, als es Online-Banking in den letzten beiden Jahrzehnten geschafft hat. 

Kleine Smartphone-Apps lassen das konventionelle Online-Banking schwerfällig wirken

Mit diesen unscheinbaren Programmen können Smartphone-Eigner zukünftig in sekundenschnelle Gelder an Menschen überweisen, die in ihrem Adressbuch gespeichert sind. Der Grundgedanke dabei ist, den vorwiegend jüngeren Smartphone-Nutzern ein positives Nutzungserlebnis beim einfachen Erledigen ihrer Bankgeschäfte zu vermitteln. Online-Banking soll ebenso leicht fallen wie der Download von Musik oder der Chat mit Freunden.

Geldanlagen werden entmystifiziert

Die Revolution im Bankenwesen beseitigt auch lange bestehende Vorurteile. So wurde den Kunden jahrzehntelang vermittelt, dass Finanzprodukte sehr kompliziert seien und sie sich daher nicht mit den für sie unverständlichen Details aufhalten sollten. Vereinfachung hieß der neue Trend, dem nach der DAB immer mehr Direktbanken folgten. Lediglich im Segment Ratenkredite können traditionelle Filialbanken noch an ihre einstmalige Stärke anknüpfen. Neue interessante und lukrative Geschäftsmodelle, wie beispielsweise die Kreditvermittlung zwischen Privatleuten, konnten sich gegen den herkömmlichen Ratenkredit bislang nicht durchsetzen.


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