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Die Banken der Krisenstaaten verzeichnen Milliardenverluste

Mit den Problemen auf dem Bankensektor steht Zypern nicht allein. Auch die Geldhäuser in Spanien und Griechenland haben bislang nicht aus der Krise herausgefunden. Von verschiedenen Instituten wurden für 2012 Verluste in Milliardenhöhe gemeldet.


Die Banken der Krisenstaaten verzeichnen Milliardenverluste

Die Banken Griechenlands haben 2012 dunkelrote Zahlen geschrieben. Am Mittwoch wurde von der National-Bank bekannt gegeben, dass das Finanzhaus für 2012 einen Verlust in Höhe von 2,14 Milliarden Euro verzeichnete. 2011 waren es 12,14 Milliarden Euro Verlust, der durch die Belastung des Schuldenschnittes auf die griechischen Staatsanleihen große Kapitallücken gerissen hatte.

Die von der National-Bank Anfang des Jahres übernommene Eurobank weist ebenfalls für 2012 einen Verlust von 1,45 Milliarden Euro aus. Einen Verlust von rund einer Milliarde erwirtschaftete die Alpha-Bank, Griechenlands drittgrößtes Geldhaus.

Bei allen Instituten ist der Kampf mit Kreditausfällen, bedingt durch die desolate Wirtschaftslage des Landes, der Auslöser für die Verluste. Um insgesamt 6,4 Prozent schrumpfte die griechische Wirtschaft im vergangenen Jahr. Viele Griechen sind nicht mehr in der Lage, ihre Kredite zu bedienen. Jeder vierte Grieche ist ohne Arbeitsplatz. Die Banken sehen sich in der Pflicht, ihre Rückstellungen zu erhöhen.

Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember für eine Erleichterung gesorgt. Die griechischen Banken können sich hier direkt Kapital beschaffen, das ungefähr zwei Prozentpunkte günstiger als bei der griechischen Nationalbank ist. 

Große Verluste bei den kleinen Banken in Spanien

Vielen spanischen Banken geht es bislang immer noch schlecht. Ebenfalls Verluste in Milliardenhöhe wurden am Mittwoch von drei kleinen verstaatlichten Geldhäusern gemeldet. Einen Verlust von 2,5 Milliarden Euro verzeichnete die Banco Ceiss für das vergangene Jahr. 2,4 Milliarden Euro waren es bei der BMN und eine Milliarde Euro bei der Caja 3.

Die größere Bankia hatte Ende Februar bereits einen Verlust von 19 Milliarden Euro gemeldet. Dieser Rekordverlust ist der bislang höchste in der Geschichte der spanischen Wirtschaft.

Immer noch leidet Spanien an den Auswirkungen des Immobilienbooms, der im Jahr 2008 abrupt sein Ende fand. Rund 41 Milliarden Euro hat Spanien von den Partnern der Euro-Zone für die Sanierung der Branche bislang erhalten. (FF/BHB)


 
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