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Die Volksbank: Raiffeisen plus Genossenschaft

Im deutschsprachigen Raum entwickelte sich die Idee der Genossenschaft bereits im 19. Jahrhundert. Auch heute noch ist der Begriff mit den Namen der Gründer verbunden, Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Der Ausdruck Volksbank stammt ebenfalls aus dieser Zeit.


Volksbank, Raiffeisen, Genossenschaft

Wissenswertes zur Genossenschaft

Die ersten Genossenschaften wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufen:

  • 1847 gründete Friedrich Wilhelm Raiffeisen den ersten Unterstützungsverein für die notleidende Landbevölkerung.
  • 1862 wurde von ihm der Heddersdorfer Darlehenskassenverein ins Leben gerufen, er gilt bis in die Neuzeit als erste Genossenschaft im Sinne von Raiffeisen.
  • 1847 brachte Hermann Schulze-Delitzsch eine Hilfsaktion für in Not geratene Handwerker auf den Weg.
  • Im gleichen Jahr wurde von ihm die Rohstoffassoziation für Schuhmacher und Tischler nach den Prinzipien Selbstverantwortung, Selbstverwaltung sowie Selbsthilfe gegründet.
  • 1850 kam der Vorschussverein - er zählt als der Vorläufer der heutigen Volksbank.

In der neuen deutschen Arbeiterbewegung traf das Prinzip der Genossenschaft in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts auf große Resonanz. Die Sozialismusvorstellungen von Ferdinand Lassalle orientierten sich stark am Prinzip der Genossenschaften. Doch bedurfte es zuerst einiger Gesetzesänderungen, bevor 1890 die Genossenschaft nach der Idee von Raiffeisen von einer größeren Gründungswelle erfasst wurde. Die liberalen und die sozialistischen Genossenschaftsbewegungen waren anfänglich sehr zerstritten, die Spuren der Konflikte kamen auch in der Gesetzgebung zum Ausdruck. 

Die Volksbank ist eine Bank der Genossenschaften

Die Institute besitzen die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft (eG). Die Volksbank entwickelte sich aus dem Vorschussverein und basiert auf den Grundsätzen Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung der Herren Schulze-Delitzsch und Raiffeisen. Die Idee der Volksbank wird durch Kapitalansammlung und Kreditvergabe an die weniger betuchten Bevölkerungsschichten getragen. Interessant ist, dass beide Initiatoren die Idee unabhängig voneinander hatten und jeder für sich alleine verschiedene Kreditgenossenschaften ins Leben riefen.

Die Volksbank war zunächst überwiegend in Städten anzutreffen, während sich das Bankenmodell von Raiffeisen mehr in ländlichen Gegenden etablierte. Die erste Volksbank wurde 1862 in Darmstadt gegründet, sie ging aus dem seit 1852 bestehenden Darlehensverein Darmstadt Bessungen hervor. Der Darlehenskassenverein Heddersdorf wird bis heute als die erste Genossenschaft nach der Idee von Raiffeisen angesehen.

Ende 2008 gab es 1.056 Genossenschaftsbanken in folgender Firmierung:

  • 480 als Volksbank
  • 409 als Raiffeisenbank
  • 167 als Volks- und Raiffeisenbank

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