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Hintergründe zum Wertpapierhandel

Wertpapiere werden (nicht nur) an Börsen gehandelt. Das Handelsvolumen ist gigantisch. Das Volumen des weltweiten Aktienhandels wird alleine für das Jahr 2018 auf rund 143 Billionen Dollar geschätzt. Dabei sind Aktien nur eine Wertpapierkategorie von vielen.


Neben professionellen Akteuren sind auch zahlreiche Normalanleger im Wertpapierhandel aktiv - mal mehr spekulativ, mal als Investor. Das Interesse fokussiert sich oft auf Aktien, daneben spielen ETFs, Anleihen und auch Derivate eine wichtige Rolle im Wertpapierhandel. Womit auch immer gehandelt wird, das Interesse besteht stets darin, über kurz oder lang von Wertpapiertransaktionen zu profitieren.

Börsenhandel und Direkthandel - wo ist der Unterschied?

Anlegern stehen grundsätzlich zwei Wege offen, um Wertpapiere zu handeln: der Börsenhandel und der Wertpapierhandel im Direkthandel. Wo liegt der Unterschied?

  • Beim Börsenhandel werden Kauf- und Verkaufsorders an amtlichen Handelsplätzen, den Börsen, abgewickelt. Der Handel wird hier von staatlichen Aufsichtsbehörden überwacht und findet nach gesetzlich definierten Regeln statt. Die Börsenakteure können sich daher darauf verlassen, dass alles "mit rechten Dingen" zugeht und der Handel nicht manipuliert wird. Der mit Abstand größte Handelsplatz in Deutschland ist die Frankfurter Börse. Das Gros des Handels wird über das elektronische Handelssystem Xetra abgewickelt. Daneben gibt es einige Regionalbörsen, die zum Teil in einzelnen Marktsegmenten stark sind - zum Beispiel die Stuttgarter Börse beim Handel mit Derivaten.
  • Der Direkthandel sieht etwas anders aus. Hier findet der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren nicht über die Börse statt, sondern als Direktgeschäft zwischen dem Anleger und einer Bank oder einem Wertpapier-Broker. Die Preise im Direkthandel können von den amtlichen Kursen im Börsenhandel abweichen. Die Unterschiede sind aber nicht sehr gravierend. Dafür sorgt schon der Marktmechanismus. Das einzelne Geschäft im Direkthandel ist nicht so streng reguliert wie der Börsenhandel. Das heißt aber nicht, dass die Anbieter willkürlich agieren können. Auch sie unterliegen der Finanzaufsicht.

Welcher Handel für wen?

Typisch für den Direkthandel sind unterschiedliche Kauf- und Verkaufspreise. An der Spanne verdient die Bank bzw. der Broker. Aber auch der Börsenhandel ist nicht kostenlos. Die dabei anfallenden Gebühren, Spesen oder die Courtage werden extra in Rechnung gestellt. Es heißt also nicht, dass der Börsenhandel günstiger ist als der Direkthandel. Im Gegenteil, oft ist er etwas teurer.

Dafür bietet er Anlegern die Möglichkeit, bestimmte Handelsvorgaben (Orderzusätze: billigst, bestens, Limits) zu machen. Das ist vor allem für versiertere Akteure interessant. Der Direkthandel eignet sich dagegen gut für Einsteiger im Wertpapierhandel, denen es mehr um Geldanlage als um kurzfristige Spekulation geht.


 
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