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Warum sich der Einsatz von ERP für Finanzberatungsunternehmen lohnt

Die Finanzbranche viel zu lange auf Kerngeschäfte wie Vermögensbildung oder Kreditvergabe ausgeruht. Kundenwünsche waren eher Nebensache. Doch was können Beratungsinstitute tun, um auf lange Sicht nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden und ihren Erfolg wieder zu steigern? Eine mögliche Lösung heißt ERP.


Die Finanzdienstleistungsbrache hat immer wieder mit Hochs und Tiefs zu kämpfen. Doch im Vergleich zur großen Finanzkrise aus dem Jahr 2008 hat sich die Lage heute trotz anhaltender Niedrigzinsphase wieder einigermaßen beruhigt. Dennoch sollten Finanzberater nicht allzu entspannt in die Zukunft blicken. Schließlich gibt es gleich mehrere Konkurrenten, die ihnen das Parkett streitig machen könnten – und diese stammen nicht mal aus dem Finanzbereich. Die Rede ist von „Big-Tech“-Konzernen wie Amazon oder Google. Sie haben Technologien auf den Markt gebracht, die es möglich machen, Kundenprobleme aktiv und schnell zu lösen, was unterm Strich zu einer höheren Nutzerzufriedenheit führt.

Für was stehen diese drei Buchstaben?

Dahinter verbirgt sich „Enterprise Ressource Planning“, was grob gesagt für ein komplexes System innerhalb größerer Organisationen steht, durch welches sich interne Arbeitsabläufe sowie Daten aller Art zentral steuern lassen. Aufgrund dessen müssen zur Prozessabwicklung nicht länger mehrere verschiedene Anwendungen genutzt werden, die in manchen Fällen inkompatibel sind. Stattdessen übernimmt solch ein Werkzeug in gewisser Weise die Rolle eines Gehirns, das Prozesse kontrolliert, verknüpft, miteinander abgleicht und im Zuge dessen optimiert. Das bringt zwei elementare Vorteile mit sich:

  1. Möglichkeit zur Automatisierung von Abläufen
  2. Eine daraus resultierende Zeitersparnis 

Zusammengefasst ist das grundlegende Ziel der Einführung eines solchen Tools eine umfassende Effizienzsteigerung. Eine ausführliche ERP-Definition verschafft Interessenten ein noch besseres Verständnis.

Wem nützt dieser Schritt?

Zwar werden diese Werkzeuge in erster Linie von Großkonzernen in der freien Wirtschaft verwendet, die tagtäglich einen großen Verwaltungsaufwand schnell und reibungslos abarbeiten müssen. Doch auch für kleinere Betriebe kann sich die Einführung rentieren. Schließlich muss die Implementierung nicht von heute auf morgen stattfinden. Da viele Systeme modular aufgebaut sind, können einzelne Abteilungen Schritt für Schritt integriert werden. Das hält Kosten und Zeitaufwand niedrig. Zudem gibt es auf dem Markt mittlerweile viele Anbieter, die maßgeschneiderte Lösungen je nach Firmengröße anbieten. So ist für jeden das Richtige dabei.

Wie können Finanzdienstleister von ERP profitieren?

Das bereits erwähnte Ziel der Effizienzsteigerung basiert als großes Ganzes auf mehreren kleinen Vorteilen, die Beratungsfirmen aus der Finanzbranche für sich nutzen können:

Umfassende Transparenz

Da mit Hilfe von ERP alle Mitarbeiter auf den gleichen Datenpool zugreifen können, gehören zeitintensive und oftmals unnötige Abstimmungsprozesse zwischen Abteilungen der Vergangenheit an. Mussten Daten bisher oft aufgrund von unterschiedlichen Berechtigungen umständlich ausgetauscht werden, vereinfacht das System Arbeitsabläufe sowie die interne Kommunikation. Dadurch minimiert sich zusätzlich das Fehlerrisiko. Da Aufgaben schneller und effizienter erledigt werden, steigt unterm Strich im Bestfall sogar die Mitarbeiterzufriedenheit.

Exaktere Prognosen

Viele Kunden erhoffen sich von Finanzberatungsunternehmen Tipps und Ratschläge in Sachen Ausgabenmanagement oder zum effektiven Einkommenseinsatz. In beiden Fällen ermöglicht das System durch die kontinuierliche Datenauswertung genauere Zukunftsvorhersagen. So können Beratungsangebote verbessert werden und Dienstleister erhalten ein realitätsnahes Bild von der Vermögenssituation und -entwicklung des jeweiligen Kunden. Das schafft Vertrauen – ein unbezahlbarer Wettbewerbsvorteil.

Ständiger Datenzugriff

Besagte Anwendungen gibt es aber nicht nur in Form eines intern fest verankerten Tools. ERP wird mittlerweile schon längst in der Cloud genutzt. So können Finanzdienstleister mit Hilfe mobiler Endgeräte jederzeit und von überall aus auf Kundendaten zugreifen. Zum einen ermöglicht dies Angestellten flexiblere Arbeitszeitmodelle, da durch den mobilen Zugriff das Arbeiten auch von zu Hause möglich ist. Von dieser Innovation profitieren ebenfalls die Kunden. Diese könnten z. B. mit Hilfe einer App Zahlungs- oder Überweisungsaufträge veranlassen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit von der Anwendung automatisch in Auftrag gegeben werden. So können Finanzberater ihr Leistungsportfolio vergrößern, was sie für ein potenzielles Zielpublikum wiederum attraktiver macht.

Viele Möglichkeiten zur Optimierung

Zusammengefasst können Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbrache mit Hilfe von ERP-Systemen ihren Erfolg intensiv steigern. Von der generellen Effizienzverbesserung profitieren Firmen aber nicht nur intern in Form einer vereinfachten Infrastruktur sowie zufriedeneren Mitarbeitern – sie können ihre neugewonnen Vorteile in Form von Serviceoptimierungen und passgenauen Lösungen zusätzlich an Kunden weitergeben. Auf diese Weise kann ERP für Finanzberater eine lohnende Investition sein. 


 
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