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Ärger über niedrige Zinsen

Die Perspektiven für verzinsliche Anlagen sind in diesem Jahr sicher nicht besser als 2014. Die fortgesetzte EZB-Politik des billigen Geldes wird auch in den nächsten Monaten dafür sorgen, dass die Zinsen niedrig bleiben. Sparer haben daher wenig Freude an klassischen Bankeinlagen.


niedrige Zinsen

Unzufriedenheit wächst 

Das Erstaunliche dabei ist: trotz seit Jahren sinkender Zinsen vertrauen die Deutschen immer noch auf das traditionelle Sparbuch sowie Tages- und Festgeld. Gut 35 Prozent der Sparer nutzen Tages- und Festgeldkonten, 24 Prozent investieren in Sparkonten und Sparpläne. Nur jeder Achte kauft dagegen auch Aktien. Und selbst Investmentfonds werden lediglich von 17 Prozent der Anleger genutzt. Dabei wächst der Ärger über die niedrigen Zinsen. Einer GfK-Umfrage im Auftrag des Bankenverbandes zufolge sind rund zwei Drittel der Bundesbürger mit der Verzinsung unzufrieden. 2012 gab das erst eine knappe Hälfte an. 

Trotzdem bleiben die Deutschen auch im internationalen Vergleich zurückhaltend, was Aktien betrifft. Offenbar wirken Negativerfahrungen aus der Vergangenheit nach. Vielen stecken offenbar noch die Verluste aus den Börsencrashs um die Jahrtausendwende und im Zuge der Finanzkrise in den Knochen. Unvergessen sind auch die enttäuschten Erwartungen im Zusammenhang mit der T-Aktie. Viele Anleger verzichten vor diesem Hintergrund zugunsten der Sicherheit auf Renditechancen.  

Warten lohnt sich nicht 

Gerade Tagesgeld wird dabei gerne genutzt, um Geld zu parken und auf höhere Zinsen zu hoffen. Derzeit deutet allerdings wenig auf eine Zinswende hin. Ganz im Gegenteil: die EZB wird voraussichtlich in Kürze erneut in großem Stil mit dem Kauf von Staatsanleihen beginnen und damit neues Geld auf den Markt werfen. Das sind keine guten Voraussetzungen für steigende Zinsen. Warten rentiert sich also nicht. 

Es ist daher höchste Zeit, Aktien stärkere Aufmerksamkeit zu schenken. Sie bieten auf lange Sicht nachgewiesener Maßen bessere Renditen als verzinsliche Anlagen. Aktieninvestments rechnen sich auf Dauer, wenn auf Spekulation und Einzelwert-Investment verzichtet wird. Stattdessen sollten Risiken möglichst breit gestreut werden. 

Aktienstrategie mit ETF umsetzen 

Mit Sparplänen oder Einmalanlagen, die Indexfonds bzw. ETF einsetzen, lässt sich eine solche Strategie besonders gut umsetzen. ETF bilden einen Marktindex, zum Beispiel einen Aktienindex wie den DAX nach, und sind daher eine gute Möglichkeit, in einen ganzen Markt zu investieren. Disziplin und Durchhaltevermögen sind bei einer solchen Anlage wichtiger als richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkte. Das Risiko bleibt überschaubar.


Dieser Text ist vom Autor freigegeben worden. Er trägt daher die alleinige inhaltliche und presserechtliche Verantwortung. Eine Haftung anderer Personen/Institutionen ist ausgeschlossen.

  

 

 

 

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