Chinas Einfluss auf die Finanzmärkte wächst

Einerseits predigen Experten seit Jahren, das Wachstum finde in den Schwellenländern statt. Und weil das so ist, seien Investitionen an deren Börsen mit großen Chancen verbunden. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus, die Aktienkurse hinken häufig den Erwartungen hinterher. Und dabei spielt China eine ganz bedeutende Rolle. An welchen Finanzmärkten es bergauf oder bergab geht, entscheidet sich nicht unwesentlich im Reich der Mitte.


Chinas Einfluss auf die Finanzmärkte wächst

Die Welt-Finanzmärkte achten sehr genau darauf, was in China passiert. Das wird deutlich, wenn man sich die Rohstoffpreise ansieht. Wenn es in China boomt, ziehen die in aller Regel an. Auf rohstoffexportierende Länder wie Brasilien oder Russland wirkt sich das positiv aus, die Finanzmärkte reagieren freundlich. Länder wie Indien oder die Türkei, die von Rohstoff-Importen abhängig sind, knicken dagegen ein, wenn in China die Wirtschaft boomt. Umgekehrt reagieren die unterschiedlichen Finanzmärkte, wenn eine Schwächung des Wachstums in China die Runde macht. Sofort geht es den Türken und Indern besser, Brasilien und Russland ächzen unter der Entwicklung. 

Kein Automatismus bei Schwellenländern

Mögen die Experten auch noch so sehr unken, es wäre zu einfach, die Formel aufzustellen, dass die Finanzmärkte der Schwellenländer grundsätzlich gute Renditen versprechen. Allerdings lässt sich durch genaue Beobachtungen der Entwicklung in China absehen, wo und wann am besten investiert werden sollte. Je nachdem, wie sich die Finanzmärkte verhalten, kann es sinnvoll sein, Umschichtungen vorzunehmen, wenn China in die eine oder andere Richtung tendiert. Die derzeitige Lage wird allerdings von vielen Marktteilnehmern unterschiedlich bewertet. Während Jürgen Maier, Schwellenländerexperte bei Raiffeisen Capital Management, zur Vorsicht mahnt, weil er zuletzt rückläufige Gewinnmargen in China wahrgenommen hat, sieht das James Swanson, Chef-Anlagestratege des US-Fondsanbieters MFS, ganz anders. Er meint, die Konjunkturschwäche in China sei überstanden und rechnet mit Wachstumsraten von 9,5 Prozent im Frühjahr des Jahres. Und genau da liegt das Problem. Die Entwicklung in China selbst gibt oftmals großen Interpretationsspielraum.

Chancen im Jahr der Schlange?

Wie es kurz- oder mittelfristig weitergeht in China, wird sich nach dem Chinesische Neujahrsfest zeigen, ein für die Chinesen wichtiges Fest, das in diesem Jahr den Beginn des Jahres der Schlange einläutet. Die steht immerhin für finanziellen Erfolg, was die Finanzmärkte erfreuen dürfte. Von Symbolen sollte man sich dennoch nicht lenken lassen. Denn langfristig gibt es nur eine Richtung: Nach oben!

Etablierte Fonds und professioneller Rat

Die Finanzmärkte der Schwellenländer bieten außergewöhnliche Chancen auf gute Renditen, am besten fahren Sie in diesen Regionen oftmals, wenn Sie in etablierte Fonds investieren. Es gibt ausgezeichnete Produkte, allerdings gehört eine ausgewogenen Zusammenstellung der gesamten Vermögensstruktur zu einem vernünftigen Konzept dazu. Kaum ein Anleger kennt die Finanzmärkte der Schwellenländer und deren Abhängigkeiten bis ins Detail, es ist also ratsam, sich die Beratung von einem unabhängigen Finanzberater - beispielsweise eines auf Honorarbasis -  einzuholen, bevor Sie investieren.


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