Das Warten auf Klarheit an den Börsen

Finanzmärkte bieten keine vollständigen Garantien, weshalb zahlreiche Verbraucher auch die Börse meiden. Sie lassen sogar im aktuellen Nullzinsumfeld ihr Geld auf Bankkonten liegen und warten, dass die Kapitalmärkte irgendwann einmal Klarheit offenbaren. Doch ist Warten keine sinnvolle Option, weil der richtige Zeitpunkt ohnehin unbekannt ist und bleibt. Da die Aktienmärkte langfristig nur steigen, ist Warten eine Wette gegen den (Aufwärts-)Trend.


Börsen

Anleger müssen nur richtig portioniert investiert sein an der Börse

Anhaltende Rallyes am Aktienmarkt animieren Anleger oft zu Börsenengagements, andere wiederum zögern wegen vermeintlich schon ausgereizter Kurse. Schwankungen gehören zum Aktienmarkt, die Belohnung ist gleich zweifach gegeben: Jederzeitige Liquidität und die höchste Rendite aller Anlageklassen. Die hohe Rendite ist nichts anderes als die Belohnung für das Tragen von Wertschwankungsrisiken.

Entscheidend ist aber praktisch nur, jeweils (nur) mit der Anlageportion im Aktienmarkt vertreten zu sein, die langfristig (10+ Jahre) entbehrlich ist, dafür aber als längerfristiger Renditetreiber fungiert. Daneben gehören schwankungsfreie Liquiditätspolster, die jederzeit verfügbar sind.

Die Finanzwissenschaft kennt den Weg zur Rendite bei verlässlicher Sicherheit

Im Nachhinein können Anleger ohne Mühe erkennen, wann sie hätten einsteigen sollen oder wann ein schneller Ausstieg geboten war. Doch generieren die Einsichten zu gestern keine rückwirkenden Renditen und sind ebenso wenig für die zukünftige Strategie verwertbar. Relative Sicherheit kann nur durch breite Streuung des Kapitals auf möglichst viele Asset-Klassen erzeugt werden.  Die Vorgehensweise ist allerdings nur dann hinreichend wirksam, wenn sie von langer Haltedauer über mehrere Jahre begleitet wird.

Der Grund: Sämtliche Anlageklassen haben sich im Rückblick auf die letzten Jahrzehnte erheblich im Wert verbessert. Allerdings führen in unregelmäßigen Abständen Börsenturbulenzen zu mehr oder weniger großen Rückschlägen. Diese sollten mit kundiger Grundeinstellung einfach ausgestanden werden, Panikverkäufe sind immer falsch, weil man Aktien dann meist „billig“ verkauft.

Man sollte sich mit dem gedanklichen „Trick“ behelfen, dass man Güter am besten dann kauft, wenn sie preisgünstig sind.  Damit aber verbietet es sich, Aktien(fonds) zu Niedrigpreisen zu verkaufen. Kaufen wäre im Gegenteil richtig. Wenn man nach Kursrückgängen bereits „billige“ Aktien(fonds) hat, heißt es deshalb ganz einfach: Behalten. 

Das krisenfeste Portfolio

Zunächst sei gesagt, dass es keine für alle Anleger identische Portfolio-Struktur geben kann.. Jeder Investor legt idealerweise in Asset-Klassen an, die er versteht und die seiner Risikoneigung entsprechen. Aktien(fonds) sind in langfristiger Betrachtung quasi risikolos, denn sie steigen immer im Wert.

Globale Portfolios mit Indexfonds bzw. Dimensional Fonds können bei nur geringen Anpassungen langfristig in ihrer Struktur weitgehend unverändert bleiben, was enorme Transaktionskosten und Steuern einspart. Anpassungen können meist problemlos vorgenommen werden durch gezielte Nachkäufe, etwa aus wiederanzulegenden Dividenden.


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