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Dividenden attraktiver als Niedrigzinsen

Jahrelang wurden Dividenden als Rendite-Komponente bei Aktien eher vernachlässigt, man schaute vor allem auf die Kursperspektiven. Aber in Zeiten anhaltender Niedrigzinsen werden die möglichen Dividendenerträge beim Aktien-Investment immer interessanter.


Dividenden

Spitzenreiter Allianz 

Normalerweise haben die Dividenden eher eine Signalfunktion. Unternehmen, die stabile und hohe Dividenden ausschütten, weisen damit auf eine gesunde Ertragslage hin. Betrachtet man die DAX-Unternehmen, bieten etliche derzeit Dividendenrenditen, die keinen Vergleich mit den Niedrigzinsen bei herkömmlichen Anlagen scheuen müssen. Wer in solche Titel investiert, erhält also bereits durch die Ausschüttungen einen deutlichen Mehrwert, mögliche Kursgewinne sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. 

Spitzenreiter bei der Dividendenrendite ist derzeit die Allianz mit 4,3 Prozent bezogen auf den Aktienkurs. Aber auch Renditen anderer DAX-Werte können sich sehen lassen. Von den dreißig DAX-Unternehmen bieten vierzehn - also fast die Hälfte - eine Dividendenrendite von über zwei Prozent. Bei Tages- und Termingeld muss man inzwischen lange nach entsprechenden Verzinsungen suchen. Insgesamt schütten die DAX-Unternehmen in diesem Jahr rund 29 Milliarden Euro aus - eine Summe, die vor allem ausländischen Investoren zugutekommt, denn deutsche Anleger sind bei Aktien nach wie vor zurückhaltend. 

Viele Unternehmen schütten mehr aus 

Viele DAX-Unternehmen haben in diesem Jahr nochmal die Dividenden erhöht. Vor allem Versorger fallen dabei aus dem Rahmen. Hier belasten die hohen Abschreibungen in Folge der Energiewende. Dennoch befinden sich mit RWE und E.on zwei Energieunternehmen in der Spitzengruppe der Dividendenwerte. Ansonsten sind neben Versicherungen Autobauer, Banken, Großindustrie und Infrastruktur-Konzerne bei den Unternehmen mit den besten Dividendenrenditen vertreten. Auch einen Negativ-Ausreißer gibt es beim Dividenden-Ranking. Die Deutsche Lufthansa hat ihre Ausschüttung in diesem Jahr wegen anhaltend schlechter Ertragslage ganz gestrichen. 

Einen Nachteil haben allerdings dividendenorientierte Aktieninvestments im Vergleich zu verzinslichen Anlagen - das Kursrisiko. Niedrigzinsen sind zwar wenig attraktiv, aber sicher und kalkulierbar. Anleger können hier im Allgemeinen darauf vertrauen, dass sie ihr angelegtes Kapital wieder zurückerhalten. Bei Aktien-Investments ist das nicht so sicher. Die Erfahrung zeigt dabei, dass auch Dividendenwerte durchaus erheblichen Kursschwankungen unterliegen - nach unten und oben. In Abschwungphasen sind sie in der Regel genauso von Verlusten betroffen wie andere Titel. 

Risikostreuung mit Fonds 

Vor diesem Hintergrund ist Risikostreuung zu empfehlen. Sie lässt sich sehr gut mit Aktienfonds umsetzen, die gezielt in dividendenstarke Werte investieren. Es gibt am Markt sowohl entsprechende Indexfonds - ETF - als auch aktiv gemanagte Investmentfonds im Angebot. Bei der Auswahl sollte auf das Verhältnis von Ertrag und Kosten geachtet werden. Ein guter Dividenden-Fonds kann eine lohnende Alternative zu einer klassischen Einlage mit Niedrigzinsen sein. 


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