Family Office: Was ist das eigentlich?

Vermögensverwalter haben alle Hände voll zu tun, angesichts des herrschenden Zinstiefs neue Anlageformen anzubieten. Family Offices in Metropolen wie Hamburg, München und Frankfurt wie breit aufgestellte Multi-Family-Büros betreuen oft Familien- und Stiftungsvermögen von jeweils über 30 Millionen Euro - und damit eine Reihe von Dynastien gleichzeitig. Was liegt da näher als die Empfehlung, gemeinsam in Unternehmen zu investieren?


Family Office: Was ist das eigentlich?

Multi Family Office: Gemeinsam stärker

Bislang investierten Vermögensverwalter in Aktien, Investmentfonds und andere klassische Anlageformen, doch Eurokrise und Zinstief sowie Inflationsangst verlangen nach neuen Anlageoptionen. Das Ziel: Werterhalt statt maximaler Renditen auf kurze Frist. Dazu setzt man auf Sachwerte wie Kunst, Edelmetalle wie Gold als sicherste Währung und natürlich Immobilien, Genussrechte und Unternehmensbeteiligungen. Jetzt sollen Aktien und Mittelstandsanleihen Vermögenswachstum bringen: Gemeinsam ist man stärker gegen Niedrigzinspolitik und organisiert sich in Form von Clubdeals und Pooling - fertig sind die Family Office Büros aus Vermögensberatern, die sich um den Kauf größerer Firmenbeteiligungen kümmern, dessen Risiko sich auf viele Köpfe verteilt. Ein Modell, dass nicht nur Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von über 15 Milliarden wie Bertelsmann oder Henkel interessiert.

Wir haben es mit einem Paradigmenwechsel in der Vermögensberatung zutun: Auf maximale Diskretion setzende Einzelkämpfer öffnen sich einer neuen Transparenz, wie sie für rentable Zusammenarbeit in solchen Größenordnungen notwendig ist. Schließlich beträgt das geschätzte Anlagevolumen des deutschen Family Office nach Angaben von Boston Consulting über 180 Milliarden Euro - und übersteigt sogar die Summe des Börsenwerts von Post, Deutscher Bank, Allianz, BMW und Daimler. Beachtliches Vermögen, das sich aus dem Geldkreislauf kaum wegdenken lässt.

Family Office im Aufwind - Gründe

Vor 20 Jahren noch unbekannt, existieren neben gut 50 Multi-Family-Offices in Deutschland auch zwischen 400 und 500 Single-Family-Offices, die das Vermögen einer Familie betreuen; in Europa sind es knapp 4000, Bedarf steigend. Die Vermögensberatungsbranche expandiert und verzeichnet seit der Finanzkrise eine jährliche Steigerung von um zehn Prozent. Denn das Vertrauen in klassische Finanzindustrie und Banken ist dahin: Das Family Office ist eine unabhängige Honorarberatung, kein Provisionsempfänger und kann so die Interessen seiner Anleger als Emittenten von Finanzprodukten am besten vertreten. Daneben berät das Family Office bei Problemen der Firmennachfolge, Testamenten, Schenkungen, Steuerfragen und Firmenkäufen, so dass ein halbes Prozent des verwalteten Vermögens jährlich an das Family Office geht.

Familiy Office - nicht nur für Superreiche

Das Family Office ist auch für Mittelständler und vermögende Privatpersonen interessant, die keine hohen Kosten für Standardleistungen und Produkte von der Stange zahlen möchten und auf Kapitalerhalt setzen müssen. Auch sie trennen sich jetzt von unrentablen oder unsicheren Papieren wie Staatsanleihen, Schuldverschreibungen oder Kapitallebensversicherungen. Denn eine Inflationsrate über 2,5 Prozent greift die Vermögensbasis an, wo selbst exzellent bewertete Papiere nur noch maximal zwei Prozent Zinsen bringen. Unternehmerische Anlagen global aufgestellter Unternehmen sind im Trend, aber man gibt auch Geld in Produktivvermögen, also in vielversprechende Mittelstandsanleihen, wenn man das Unternehmen kennt. Freunden, Netzwerken und der Expertise befreundeter Familien gilt jetzt das Vertrauen. Und Investoren möchten, ganz Unternehmer, mitgestalten.

Etwas, das bei geschlossenen Fonds z. B. weniger geht - hier haben Anleger kaum Mitspracherechte. Insofern sind Family Offices eine sinnvolle Alternative für mittlere Vermögen, die sich nicht mit der beschriebenen Unmündigkeit abfinden möchten. Family Office verwaltet und organisiert private (Groß-)Vermögen: Ihre Honorarberater sind keine Verkäufer, sondern nur Ihnen verpflichtete Investmentexperten, die vorausschauend schnell und individuell auf Marktentwicklungen, aber auch Veränderungen persönlicher Vermögenssituation reagieren. Honorarberater überzeugen durch bezahlbare Dienstleistungen und vertriebskostenfreie Produkte.

An kurzlebigem Profit uninteressiert, handelt ein Family Office langfristig, generationsübergreifend und nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Finanzplanung (GoF). Eine Familienökonomie mit Anspruch berücksichtigt Ihre individuellen Wünsche zum Vermögensaufbau und nimmt den Ist-Zustand in den Blick - ein umfassendes finanzökonomisches Konzept mit Dokumentation von Kosten, erwarteten Erträgen, Steuern etc. gehört dazu. Denn ein wirklich unabhängiger Family Office Honorarberater vertritt nicht irgendeinen beliebigen Konzern - er vertritt Sie.


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