Führungskräfte und Computer: Digitale Kompetenz notwendig

Die digitale Welt erobert immer neue Lebensbereiche. Privat oder im Beruf - der Computer bestimmt längst viele Abläufe mit. Auch bei Entscheidungen in Unternehmen nimmt er mehr und mehr Raum ein. Ohne digitale Kompetenz wird künftig kaum noch ein Chef auskommen.


Digitale Kompetenz

Bereits heute werden viele Weichenstellungen in der Arbeitswelt auf der Basis von Computer-Programmen getroffen. Ob es um Einsatz- und Urlaubsplanungen, Bestellungen, Liefertermine, Lagerhaltung, komplexe Analysen oder Prognosen geht, überall sind ausgefeilte Softwareprodukte im Einsatz. Der Computer wird immer dann benötigt, wenn bei Entscheidungen große Datenmengen zu berücksichtigen sind und komplexe Zusammenhänge bestehen, die den Überblick erschweren. 

Instrument zur Entscheidungsvorbereitung und -findung 

Hier kann die EDV mit der Anwendung von Algorithmen, Optimierungsrechnungen und mathematisch-statistischen Analyseverfahren oft Licht in ein Datendickicht bringen und für mehr Transparenz sorgen. Damit können Entscheidungen letztlich auf einer besser fundierten Basis getroffen werden und das Risiko des Irrtums sinkt. Digitale Kompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang, die Möglichkeiten des EDV-Einsatzes zu erkennen und gezielt zu nutzen. Der Computer dient in diesem Sinne der Entscheidungsvorbereitung und als Entscheidungshilfe. 

Doch dabei wird die Entwicklung nicht stehenbleiben. Angesichts der rasant fortschreitenden Technik dringen digitale Systeme in immer weitere Bereiche vor und übernehmen zunehmend  Funktionen und Tätigkeiten, die bisher hochqualifizierten Mitarbeitern vorbehalten waren. Ein Szenario, in dem künftig nicht mehr ein Mensch, sondern eine Maschine Entscheidungen im Arbeitsleben trifft, ist nicht mehr allzu weit hergeholt. Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass bereits in zehn Jahren Computer die Aufgaben von rund 140 Millionen qualifizierten Kräften erledigen werden. Ein Chef, der in Bits und Bytes denkt, könnte daher irgendwann Realität werden. 

Die Maschine als Chef?

Ob das ein Fortschritt wäre oder eine Horrorvorstellung, darüber lässt sich trefflich streiten. Befürworter einer solchen Vision werden die Unbestechlichkeit und Objektivität solcher Entscheidungsträger begrüßen. Menschliche Schwächen und Launen eines Vorgesetzten würden dann der Vergangenheit angehören - für viele aus eigener Erfahrung eine angenehme Vorstellung. Doch von einer gefühllosen - im wahrsten Sinne des Wortes "unsensiblen" -  Maschine dirigiert zu werden, ist doch eher eine wenig wünschenswerte Perspektive. 

Davon sind wir zum Glück noch ein gutes Stück entfernt. Doch digitale Kompetenz wird zweifelsohne neben dem menschlichen Gespür zu einer wichtigen Führungseigenschaft werden. Der Computer wird das Arbeitsleben in bisher ungeahnter Weise umwälzen. Es wird daher eine wichtige Aufgabe von Führungskräften sein, diesen Prozess zu begleiten und zu steuern.

Viele Auswirkungen dieser neuen technischen Revolution lassen sich heute noch kaum erahnen. Künftig wird bei Chefs beides gleichermaßen gefragt sein - menschliches Gespür und digitale Kompetenz.


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