Gold der Bundesbank kommt zurück nach Deutschland

Das Gold der Bundesbank kommt zurück nach Deutschland. Zumindest 37 Tonnen davon - im Wert von 1,1 Milliarden Euro - haben die Bundesbanker im vergangenen Jahr an ihren Sitz in Frankfurt am Main zurückgeholt. Befürchtungen über einen Verlust der deutschen Goldreserven waren damit angeblich nicht verbunden.


Gold

Die 37 Tonnen Gold stammen aus den Beständen der Bundesbank in New York und Paris. Vorangegangen war eine Debatte darüber, ob die deutschen Goldreserven im Ausland wirklich sicher sind. Im Jahr 2011 hatte der Bundesrechnungshof ermittelt, dass die Goldbestände der Bundesbank im Ausland keiner regemäßigen Überprüfung unterzogen werden. Politiker und Wirtschaftslenker, unter anderem Hans-Olaf Henkel, starteten Ende 2012 unter dem Motto "Holt unser Gold heim" eine Initiative, die im Folgejahr erste Wirkung zeigte. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann betonte in einem öffentlichen Statement zwar, dass sein Institut keine Zweifel habe, dass das deutsche Gold im Ausland wirklich existiert. Trotzdem sollen bis 2020 rund 700 Tonnen Gold wieder zurück nach Deutschland kommen. Insgesamt belaufen sich die Golfreserven des Bundes auf 3.391 Tonnen. Das Gold des Bundes stammt vor allem aus den großen Außenhandelsüberschüssen der Wirtschaftswunder-Jahre, welche von der Bundesregierung bis 1967 in Gold umgetauscht worden waren.

45 Prozent der deutschen Goldreserven lagern bisher bei der Fed

In Frankfurt lagern bisher 31 Prozent der deutschen Goldreserven, elf Prozent befinden sich in Paris und 13 Prozent in London. Mit 45 Prozent befindet sich der Löwenanteil des deutschen Goldes jedoch in den USA bei der New Yorker Federal Reserve. Im Regional-Fed-Gebäude im Bankenviertel von Manhattan lagern 530.000 Barren Gold mit einem Gesamtgewicht von rund 6.700 Tonnen. Der Tresor dafür - ein 90 Tonnen schwerer Stahlzylinder - wurde direkt auf die Granitfelsen von Manhattan aufgesetzt, da ein anderes Fundament dieses Gewicht nicht tragen könnte. Das Areal wird von ausgebildeten Scharfschützen gesichert. Eigentümer des Goldes bei der Fed sind insgesamt 60 Länder sowie internationale Organisationen. Die deutsche Bundesbank ist einer der größten Mieter. Ihre eigenen Goldreserven haben die USA dagegen in Fort Knox gelagert.

Der Preis für Gold - seit einem Jahr im Abwärtstrend

Ob die deutschen Goldreserven durch die Rückholaktion wirklich sicherer sind wird erst die Zukunft zeigen. Im Verlauf des Jahres 2013 ist der Goldpreis um 28 Prozent gefallen. Sein Wertverlust bewegte sich zum letzten Mal 1981 in diesem Rahmen. Die Nachfrage nach sowie die Investitionen in Gold sind im gleichen Zeitraum deutlich zurückgegangen. Insider spekulieren schon seit längerem darüber, ob bei diesem Trend lediglich die Marktkräfte oder doch Manipulationen am Werk sind.

Auch das Goldpreis-Fixing in London wird von einigen Experten sowie den Aufsichtsbehörden inzwischen mit Misstrauen betrachtet. Am 6. Januar 2014 wurde der Goldmarkt zudem durch einen weiteren Preiseinbruch erschüttert: Am Nachmittag brach der Preis des Edelmetalls innerhalb von einer knappen Minute um weitere 30 US-Dollar ein. Zwar erholte er sich ebenfalls in Sekundenschnelle und liegt pro Feinunze Gold derzeit bei rund 1.240 US-Dollar. Die Ursache dafür war kein technischer Fehler, sondern vermutlich die automatische Verkaufsorder eines Händlers, nachdem der Goldpreis am Montagnachmittag auf einem Drei-Wochen-Hoch notierte, aus der eine Kettenreaktion computergesteuerter Verkäufe resultierte. Ein kompletter Crash konnte in diesem Fall nur durch ein auf das Aufspüren ungewöhnlich starker Marktbewegungen spezialisiertes Computerprogramm des Goldbörsen-Betreibers CME (Chicago Mercantile Exchange) verhindert werden, das den Handel mit Gold schließlich für zehn Sekunden stoppte. Die Gründe für solche Marktausschläge sind umstritten. Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC fordert bereits seit längerem, dass die Börse sich die wachsende Zahl solcher Ausreißer dringend genauer ansehen müsse. Analysten und auch Marktteilnehmer schließen sich dieser Forderung inzwischen immer stärker an.

Nach der starken Preiskorrektur in 2012 und 2013 besteht die Chance auf einen Anstieg der Edelmetallpreise in 2014, da die Minengesellschaften ihre Produktion aufgrund der geringen Preise zurückgefahren haben und das Angebot somit abnimmt. Die Schwankungsbreite der Preise bleibt dabei ausgeprägt. Daher sollten Edelmettalle immer nur eine Beimischung im Rahmen einer ausgewogenen Vermögensstrukturierung darstellen.

 

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