Honorarberatung: Modell mit Zukunft

Die Honorarberatung ist durch die Klippen der Gesetzgebung gekommen, gleichwohl muss sie noch eine weitere Hürde passieren - die Akzeptanz der Verbraucher. Hier blockieren allerdings überholte Denkstrukturen und weitverbreitetes Unwissen den Weg.


Honorarberatung

Das größte Problem bei der Honorarberatung 

Verbraucher sind die neue Transparenz nicht gewöhnt, die Honorarberater legen ihre Karten sofort auf den Tisch. Es wird ein Honorar für die Beratung gefordert, welches in seiner Höhe nur abhängig von der Leistung des Beraters ist. Für Interessenten ist diese Vorgehensweise völlig neu.

Banken und Versicherungen vermittelten über Jahrzehnte hinweg den Eindruck, dass die Beratung bei ihnen kostenloser Teil des Service ist. Allerdings hat die dort nur mangelhaft ausgeprägte Transparenz die Verbraucher konsequent im Unklaren gelassen, denn die traditionelle Bankberatung finanziert sich ausschließlich über Provisionen. Auch die Höhe der Vergütungen war den meisten Kunden nicht einmal ansatzweise bekannt.

Jedoch hat der Gesetzgeber mittlerweile eine Richtlinie erlassen, nach der Banken zur Offenlegung der Provisionen verpflichtet sind. Damit können Verbraucher erstmals sehen, wie teuer ihre vermeintlich kostenlose Beratung wirklich war. Doch auch hierbei ergeben sich für Verbraucher Schwierigkeiten, weil zahlreiche Institute nach Auswegen suchen und nur wenig für die Offenlegung tun. 

Geiz als wichtiger Hinderungsgrund für die Honorarberatung

Jahrelang wurde den deutschen Verbrauchern vermittelt, dass Geiz eine löbliche Eigenschaft sei, vor allem die weniger Betuchten folgen diesem Trend und suchen auch bei der Finanzberatung die kostenlose Alternative. Laut einer Studie wollen drei von vier Verbrauchern die Honorarberatung nicht, weil sie Geld kostet. Allerdings ist der Anteil der Gegner unter den Jüngeren wesentlich geringer.  Dass die wahren Kosten der Provisionsberatung noch nicht in den Köpfen vieler Verbraucher angekommen sind, wird aus einer anderen Befragung ersichtlich: 

  • Demnach würden Kunden zu gut fünfzig Prozent nur 50 Euro für eine Honorarberatung ausgeben.
  • Zwanzig Prozent würden dafür bis zu einhundert Euro investieren.
  • Für fünf Prozent wäre die Beratung bis zu 200 Euro wert. 

Allerdings liegen diese Zahlen völlig außerhalb der Größenordnung, mit der die Kosten der Honorarberatung gedeckt werden können. Auch aus diesem Grund ist noch viel Aufklärungsarbeit erforderlich. Manche Verbraucher entwickeln eigenartige Kreativität beim Thema Honorarberatung. Knapp dreißig Prozent der Befragten würden für eine solche Beratung bezahlen, wenn ihnen die Provisionen der erworbenen Produkte zukommen würden. 

Fazit:

Die Honorarberatung hat in jedem Fall eine Zukunft, allerdings muss dazu ein umfassender Bewusstseinswandel in der Bevölkerung erfolgen, an dessen Ende steht:

Gute Beratung ist immer mit Kosten verbunden.

Unter diesen Voraussetzungen sind der neuen Beratungsform Tür und Tor geöffnet.


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