Immobilien USA: Erneute Blase?

Die letzte Immobilienkrise in den USA hat viele US-amerikanische Immobilienbesitzer und Investoren in den Ruin getrieben. Nachdem es bisher schien, als ob das Schlimmste überstanden sei, fürchten Finanzexperten jetzt für Immobilien in den USA eine neue "spekulative Blase". In Europa wurde die diese Entwicklung der Immobilien USA bisher kaum beachtet, angesichts der nicht nachhaltig überwundenen Finanz- und Euro-Krise könnten sich ihre Auswirkungen jedoch auch hierzulande als gravierend zeigen.


Immobilien USA: Erneute Blase?

Rapider Preisanstieg für Immobilien USA im Vergleich zum Vorjahr 

Der Preisanstieg für Wohnungen und Häuser auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt hat in den letzten Monaten rapide zugenommen - und zwar trotz der traditionell schwachen Winter-Konjunktur im Immobiliengeschäft. Getrieben wird dieser Trend der Immobilien USA durch die Niedrigzins-Politik der US-amerikanischen Notenbank. Auf einer Investorenkonferenz des Wirtschaftsinformationsdienstes Bloomberg kommentierte Tom Barrack, der Gründer der Beteiligungsgesellschaft Colony Capital, diese Entwicklung so, dass es auf jeden Fall "Vermögensblasen" gebe, die durch das fehlende Wirtschaftswachstum zwangsläufig entstehen. Colony Capital investiert derzeit wie eine ganze Reihe anderer Investmentfirmen Milliardenbeträge in den Erwerb von Immobilien in den USA.

Es geht dabei vor allem um das Eigenheim und um eine Immobilie vermieten, die renoviert und weitervermietet werden sollen. Für seine Immobilienkäufe hat Colony inzwischen 2,2 Milliarden US-Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Die große Immobiliengesellschaft Blackstone Group hat für insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar bereits 20.000 Häuser aufgekauft.

Marktstabilisierung nach der Krise erst im Verlauf des letzten Jahres

Die erste 2007 schließlich geplatzte US-amerikanischer Immobilienblase hatte seinerzeit eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst. Eine Marktstabilisierung war erst im Lauf des letzten Jahres eingetreten. Die aktuellen Preise für Immobilien in den USA liegen gemessen am S&P/Case-Shiller-Index, der die Immobilienpreisentwicklung in 20 US-amerikanischen Ballungszentren zeigt, zwar immer noch um 28 Prozent unter den Rekordwerten des Jahres 2006. Im Januar 2013 waren sie jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent angestiegen. Dieser Preisanstieg war der höchste seit dem Boom-Jahr 2006, in dem die Preise um knapp 15 Prozent in die Höhe schnellten.

Allgemeine Konjunktur und günstige Hypotheken stützen aktuellen Immobilientrend

Die aktuelle Erholung des Marktes für Immobilien in den USA ist derzeit am stärksten in Regionen, die unter der letzten Krise überdurchschnittlich gelitten hatten. Die Häuserpreise im Ballungsraum Phoenix/Arizona sind beispielsweise im Vergleich zum Vorjahr um 23,2 Prozent gestiegen, Las Vegas im benachbarten Nevada verzeichnete einen Preisanstieg um 15,3 Prozent.  Die rasante Entwicklung auf Markt für Immobilien in den USA wird auch durch die allgemeinen Konjunkturdaten, den Rückgang der Arbeitslosenquote sowie niedrige Hypothekenzinsen gestützt, welche die Anzahl der Bauanträge und der tatsächlichen Baustarts für Einfamilienhäuser in die Höhe treiben.

Ob dieser Trend anhält, ist derzeit allerdings nur schwer zu sagen, nachdem die Arbeitsmarktdaten für den März 2013 mit nur 88.000 neuen Stellen eher enttäuschend ausgefallen waren. Investitionen in den USA können auch für deutsche Anleger äußerst attraktiv sein, sind aber oft auch mit hohen Risiken verbunden. Das Land steht nicht nur für einen möglichen rasanten Aufstieg, derzeit beispielsweise durch das für die Energiekonzerne äußerst lukrative Fracking, sondern leidet auch unter einer extrem hohen Staatsverschuldung, einer weitreichenden politischen Lähmung und in Zukunft möglicherweise auch der nächsten Immobilienblase. Um diese Fakten richtig einzuordnen, ist für Geldanlagen in Immobilien USA, aber auch für alle anderen Investitionsmodelle eine unvoreingenommene Vermögensberatung wichtig. Idealerweise erfolgt diese durch einen wirklich unabhängigen Finanzberater, der möglichst nicht auf Provisions-, sondern auf Honorarbasis tätig wird.


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