Konsequenz des Flüchtlingsstroms: 300.000 neue Schulkinder

Die derzeit bei uns eintreffenden Flüchtlinge bringen häufig Nachwuchs mit, meist schulpflichtige Kinder oder welche im Vorschulalter. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) prognostiziert für das kommende Jahr etwa 300.000 Schüler zusätzlich und sieht daher Bedarf an 24.000 weiteren Lehrkräften.


Schulkinder

Um den Kindern der Flüchtlinge gerecht zu werden, sollen nicht nur Lehrkräfte neu eingestellt und in Weiterbildungskursen auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Die GEW sieht auch die Aktivierung bereits pensionierter Lehrer als notwendig an, um den rapiden Ansturm auf unser Bildungssystem in geregelte Bahnen zu leiten.

Flüchtlinge bringen Kinder aller Altersgruppen mit

Ersten Erkenntnissen entsprechend, sind zwei Drittel der Flüchtlingskinder zehn bis achtzehn Jahre alt, vierzehn Prozent haben das 18. Lebensjahr bereits vollendet. Für ihre weitere Ausbildung müssen die Kapazitäten der berufsbildenden Einrichtungen deutlich erweitert werden. Auf die deutschen Kitas sollen etwa 100.000 zusätzliche Kleinkinder hinzukommen, dies erfordert die zeitnahe Einstellung von etwa 14.000 Erzieherinnen. 

Keine bundesweit geltende Schulpflicht für Flüchtlingskinder

Dass Flüchtlingskinder schnellstmöglich eine Schule besuchen müssen, ist aktuell nur im Saarland und in Berlin per Gesetz geregelt. Anderswo hat offenbar niemand mit dem Eintreffen dermaßen umfangreicher Flüchtlingsströme gerechnet. Die Frage, wie die Kinder der Flüchtlinge zeitnah in unser Bildungssystem integriert werden sollen, steht für viele Politiker erst jetzt auf der Agenda. Vor diesem Hintergrund plädiert die GEW für den Schulbeginn, spätestens drei Monate nach dem Eintreffen.

Schnellstens die deutsche Sprache lernen

Wichtigste Voraussetzung für eine Teilnahme am normalen Unterricht ist zunächst das Erlernen der deutschen Sprache. Flüchtlingskinder lernen diese, vom jeweiligen Bundesland abhängig, entweder von Anbeginn in Regelklassen oder in separat geführten Deutschklassen. Derzeit experimentiert jedes Bundesland mehr oder weniger, denn es gibt noch keine bundesweit bindenden Standards. 

Die besten Möglichkeiten sind momentan in der Grundschule gegeben: Hier müssen alle Schüler noch Deutschkenntnisse erwerben und Flüchtlingskinder sind in diesem Alter zudem einfach integrierbar. 

Ein Recht auf Schule

Jeder Deutsche hat ein Recht auf Ausbildung. In einigen Bundesländern endet die Schulpflicht bereits mit 16 Jahren, andere Länder schreiben eine Berufsschulpflicht bis zum 18. Lebensjahr vor. Angesichts der Flüchtlinge und deren Nachwuchs sollte das Recht auf Schule bis zum 25. Geburtstag in allen Bundesländern einheitlich festgelegt werden, soweit die Ansicht des Merkator-Instituts. 

Bisher keine Angaben zu den Kosten

Etwa 40.000 Lehrkräfte und Erzieher, ständig wechselndes Lehrmaterial für mindestens 300.000 Kinder und Jugendliche, vielerorts Erweiterungen bestehender Schulen mit besonders kleinen Klassen. So viel steht fest: Die Flüchtlinge kommen uns wesentlich teurer als von der Regierung zunächst behauptet. Nicht angesprochen wurde in den aktuellen Studien außerdem, wie den Glaubensgegensätzen moslemischer und christlicher Schulkinder sowie den damit vorprogrammierten Konflikten begegnet werden soll.


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