Krankenversicherung: Ist die Einheitskasse die Lösung?

Die private Krankenversicherung in Deutschland ist im Wahljahr 2013 wieder einmal politisch unter Druck geraten. Die SPD will mit ihrem Konzept einer Bürgerversicherung, also einer gesetzlichen Pflichtversicherung für alle Bürger, in den Wahlkampf ziehen, auch Grüne und Linke unterstützen das Projekt. Unterstützung bekamen die Parteien jetzt auch von Sozialwissenschaftlern und Verbraucherschützern.


Krankenversicherung: Ist die Einheitskasse die Lösung?

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen, die Bertelsmann-Stiftung und das Berliner IGES-Institut haben jetzt eine Studie vorgelegt, in der sie für den neuen Versicherungstyp und einen Zehn-Punkte-Plan für das Zusammenführen von gesetzlicher und privater Krankenversicherung plädieren. Die neue Einheitskasse soll sich aus den Versicherungsbeiträgen von Arbeitnehmern, Arbeitgebern sowie aus Steuermitteln finanzieren.  Im Rahmen der Präsentation der Studie hob der Vorstandschef der Bertelsmann-Stiftung Aart De Geus hervor, dass die Aufspaltung in gesetzliche und private Krankenversicherungen Nachteile für Selbstständige und Geringverdiener schaffe. Deutschland sei das "letzte Land der Erde", das sich ein derart ineffektives und problematisches System für seine Krankenversicherung leiste. Der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV) hat sich gegen den Vorschlag ausgesprochen. 

Verbraucherzentralen und Bertelsmann-Stiftung: Zehn-Punkte-Plan für die Bürgerversicherung

Für die neue einheitliche Krankenversicherung sollen gestaffelte Beiträge gelten, die ausschließlich nach dem Einkommen der Versicherten berechnet werden. Aufschläge im Alter oder bei hohen individuellen Krankheitsrisiken seien auszuschließen. Da ein Teil der Mittel für dieses Versicherungsmodell vom Fiskus kommen, würden Gutverdiener über die Steuerprogression zudem stärker zur Finanzierung der Krankenversicherung herangezogen, Rentner und Versicherte mit geringem Einkommen dagegen weniger belastet. Anderen Finanzierungsplänen für die Krankenversicherung, die derzeit bei den Parteien in der Diskussion sind, erteilte der Zehn-Punkte-Plan der beiden Organisationen dagegen eine Absage wegen zu hoher Kosten: Die Ausweitung der Beitragspflicht auf Kapital- und Mieteinkünfte oder eine einkommensunabhängig Kopfpauschale mit steuerfinanziertem Sozialausgleich würden einen bürokratischen Aufwand von etwa 175 Millionen Euro nach sich ziehen.

Kommt das Ende der privaten Krankenversicherung in Deutschland?

Für die privaten Krankenversicherer würde die Umsetzung dieser Pläne das Aus bedeuten. Ihr Verband sah durch den Zehn-Punktplan jetzt die hohe Qualität des Gesundheitssystems in Deutschland in Gefahr. In Ländern mit einheitlichen Versicherungssystemen seien gravierende Ungleichheiten in der Krankenversicherung, Rationierungen sowie eine "Versorgung nach dem Geldbeutel" an der Tagesordnung. Das letzte Wort für die künftige Gestaltung des Versicherungssystems dürfte auch mit dem Zehn-Punkte-Plan noch nicht gesprochen sein. In der Praxis gibt es für die "richtige" Krankenversicherung derzeit weder politisch noch individuell einen Königsweg. Auch die persönliche Entscheidung für eine gesetzliche oder private Krankenkasse kann nur anhand einer differenzierten Betrachtung der eigenen Lebenssituation getroffen werden. Die Konsultation eines wirklich unabhängigen Honorarberater, der auf Krankenversicherungen spezialisiert ist und für seine Kunden nicht provisionsabhängig, sondern auf Honorarbasis tätig wird, schafft daher die besten Voraussetzungen für  einen optimalen Versicherungsschutz im Krankheitsfall. 


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