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Mieten in Deutschland - günstiger als vor 20 Jahren

An den Mieten entzünden sich in beinahe regelmäßigen Abständen die Gemüter. Das gilt vor allem dann, wenn sie als zu hoch empfunden werden. Richtig gelesen, die Rede ist von 'empfunden'! Denn eigentlich zahlen Sie heute weniger als noch vor 20 Jahren. Das belegen die aktuellen Zahlen des Immobilienverband IVD. Es ist demnach eine Frage der Berechnung und der Relationen zwischen Immobilien und dem allgemeinen Preisniveau - und letzteres ist im selben Zeitraum deutlich steiler angestiegen.


Mieten in Deutschland - günstiger als vor 20 Jahren

Wie teuer sind die Mieten wirklich?

Vergleicht man die durchschnittlichen Mieten pro Quadratmeter von heute mit denen von 1992, dann lässt sich hier zunächst eine Steigerung um 9,4 Prozent ausmachen. Preislich ausgedrückt entspricht das einem Anstieg von 5,04 Euro auf 5,51 Euro pro Quadratmeter. In Großstädten liegen die Kosten für Immobilien erfahrungsgemäß höher: Hier sind die Quadratmeterpreise von durchschnittlich 7,01 Euro auf 7,96 Euro angestiegen, was 13,6 Prozent entspricht.  Jetzt kommt jedoch das Preisniveau hinzu, und dessen Steigerung beträgt stolze 42 Prozent.

Wendet man die Inflationsbereinigung nun auf die Preise für Wohnimmobilien an, dann liegen die realen Mieten im Schnitt um 22,8 Prozent unter dem Niveau von 1992. Aber auch diese Zahlen können nicht verbergen, dass es gerade in jüngerer Vergangenheit zu einem rasanten Anstieg der Mietpreise kam. Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Investition in Immobilien zu einer attraktiven Anlage werden lassen. Bemerkbar machte sich dies vor allem in den A-Lagen, also den Top-Städten und Ballungsgebieten. Hier ließ sich allein im vergangenen Jahr eine Mietpreissteigerung von 7,9 Prozent feststellen.

Auch der Wohnkostenanteil ist gesunken

So beruhigend diese Zahlen auf den ersten Blick auch wirken mögen, der Vergleich zwischen Mieten und Haushaltseinkommen ist letztlich entscheidend. Dieses Verhältnis wird im Wohnkostenanteil dargestellt, also dem durchschnittlichen Anteil, den die Wohnkosten am Einkommen der Haushalte haben. 1992 lag der noch bei 19,2 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Bis heute ist dieser Wert auf 16,2 Prozent gesunken. In einigen besonders begehrten Wohnlagen liegt der Wohnkostenanteil deutlich höher. Im für seine teuren Immobilien bekannten München müssen Sie mit 24 Prozent fast ein Viertel ihres Einkommens für Mieten aufwenden, in Berlin sind es immerhin noch 23 Prozent.

Der Trend flacht ab

Für die kommenden Jahre wurde bereits Entwarnung gegeben. Preissteigerungen fürs Eigenheim, wie sie in den Jahren 2011 und 2012 vielerorts und vor allem in begehrten Wohnlagen zu finden waren, werde es nach Aussage des Immobilienverbandes im Jahr 2013 vermutlich nicht mehr geben. Anleger, die mit dem Gedanken spielen, in Immobilien zu investieren, sollten sich nicht in Panik versetzen lassen. Zusammen mit einem Honorarberater lässt sich der Immobilienkauf entspannt meistern, wobei zunächst einmal festgestellt werden sollte, ob ein Immobilienkauf überhaupt in die eigene Vermögensstruktur passt.


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