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Nachkommastellen auf dem Prüfstand: Ist die Inflationsgefahr vorüber?

Deutschland im Dezember 2012: Während andernorts die Befürchtungen über einen bevorstehenden Weltuntergang um sich greifen, gibt man sich hierzulande mit der drohenden Gefahr einer Inflation noch relativ bescheiden. Im November 2011 lag die Inflation mit 2,4 % um ganze 0,5 % höher als im gleichen Monat ein Jahr später. Aktuell ist die Zwei-Prozent-Marke mit 1,9 Prozent unterschritten. Ist die Furcht vor der schleichenden Geldentwertung real oder ist die Gefahr tatsächlich gebannt?


Nachkommastellen auf dem Prüfstand: Ist die Inflationsgefahr vorüber?

Frage an den Vermögensberater: Was ist Inflation eigentlich?

Per Definition ist Inflation ein andauernder signifikanter Anstieg des Preisniveaus infolge langfristiger Ausweitung der Geldmenge durch Staaten oder Zentralbanken. Oder anders ausgedrückt: Im Verhältnis zur gleichbleibenden Menge an Realgütern steigt die Geldmenge - soweit die Theorie. In der Praxis steigen die Geldmengen tatsächlich weltweit munter weiter, nicht nur in der Eurozone. Wenn mehr Geld in die Wirtschaftskreisläufe gepumpt wird, dann sinkt auch dessen Wert. Das verhält sich mit Geld nicht anders als mit Waren und Dienstleistungen: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Die Kaufkraft des Geldes, unseres Euro, sinkt. Kennen Sie den "Twix-Index"? Ein Twix an der Tankstelle zur alten DM-Zeit kostete meist 80 Pfennig, umgerechnet also ca. 40 Cent. Bei einer Inflation von durchschnittlich 2 % seit 2001 müsste ein Twix heute demnach etwa 50 Cent kosten. Was kostet es heute? Richtig: 80 Cent. Können Sie Ihren Wocheneinkauf von 100 Euro noch mit genauso viel Euro erledigen wie vor einem Jahr? Oder benötigen Sie heute 120 oder 130 Euro? Wie verhält es sich mit den Energiepreisen? Die Fernwärmepreise (Monopol) des Autors stiegen 2010 um + 12,4 %, in 2011 um + 37,15 % und in 2012 um + 3,9 %. Inflation von 2 %? Heute müssen wir mehr Geld aufwenden, um die gleiche Menge an Ware zu bekommen. Anders ausgedrückt: Die Kaufkraft unseres Geldes schwindet schneller, als es den Anschein nach außen hat. Der tatsächliche Kaufkraftverlust liegt entgegen der offiziell verkündeten Inflationsrate (künstlicher Warenkorb) inzwischen über 5 %. 

Es ist aber mittlerweile auch bekannt, dass mittels Inflation eine schleichende Entschuldung vorgenommen werden kann und tatsächlich vorgenommen wird. Die Rede ist von den Staatsschulden. Sinkt der Wert des Geldes, dann sinkt auch der Wert der Schulden. Der Weg dorthin ist leicht erklärt: Es wird einfach noch mehr Geld in Umlauf gebracht, was automatisch zur Inflation führt - jedoch einer gewollten Inflation. Dass Anleger mit diesem Verfahren Probleme bekommen, liegt auf der Hand: Auch das angesparte Vermögen verringert seinen Wert, verliert an Kaufkraft. Wer diesem Geldschwund vorbeugen möchte, muss sich auf die Suche nach geeigneten Anlagen und Anlagestrategien machen. "Geeignet" heißt in diesem Fall, dass die Rendite über dem tatsächlichen Kaufkraftverlust liegen muss.

Der Inflation trotzen: guter Rat für Anleger

Nur wenige Tagesgeld-Konten können derzeit mit Zinssätzen dienen, bei denen sich das Geld noch vermehrt. Eine Faustformel bei Inflation lautet: Geldwerte entwerten sich. Zu den Geldwerten gehören alle Bankguthaben, Bausparkassenguthaben und auch festverzinsliche Wertpapiere. Somit ist das Gebot der Stunde: Investitionen in Sach- und Realwerte. Dabei spielen auch Gold und Silber, gerade entgegen der staatlichen und Bankenmeinung, physisch erworben, eine wichtige Rolle. Wer sein Vermögen erhalten möchte, sollte den Rat eines unabhängigen Vermögensberater einholen. Zwar gibt es "Expertenratschläge" an beinahe jeder Ecke und in jeder Zeitschrift, aber nur ein unabhängiger Berater Ihres Vertrauens kann die passende Anlagestrategie mit Ihnen gemeinsam erarbeiten.


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