Sachwert Silber: Immer weiter bergab

Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise im Jahre 2011 hat Silber Spitzenpreise erzielt. Knapp 50 Dollar pro Feinunze wurden damals gezahlt. Vielen galt das Edelmetall damals als sicherer Sachwert und eine Alternative zu Gold. Seither ist es mit dem Silberkurs steil bergab gegangen. Und wenig spricht derzeit für eine Trendwende.


Silber

Viele Gründe für Preisverfall 

Gerade mal etwas mehr als 16 Dollar ist die Feinunze Silber derzeit noch wert, das ist weniger als ein Drittel des Höchstkurses. Auch wenn sich der Sinkflug in diesem Jahr im Vergleich zu 2013 etwas verlangsamt hat, der Trend ist ungebrochen. Die Erwartungen vieler Investoren in Silber als Sachwert wurden bitter enttäuscht.

Die Gründe für den Kursverfall sind vielschichtig und haben nur zum Teil mit den abgeflauten Ängsten um den Euro und die Inflation zu tun. Seit jeher ist Silber nicht nur ein Sachwert-Investment und Spekulationsobjekt, sondern auch Industriemetall. Konjunkturelle Entwicklungen spielten hier daher immer eine größere Rolle als beim Gold. Die Weltkonjunktur hat sich 2014 deutlich schwächer entwickelt als erwartet. Und auch für das nächste Jahr ist der Optimismus eher verhalten. Das dämpft die Industrie-Nachfrage. Die schlechten Aussichten lassen Investoren und Spekulanten zusätzlich Zurückhaltung üben.

Während es auf der Nachfrage-Seite an Impulsen fehlt, wird weiter kräftig Silber produziert. Nur ein Drittel der erzeugten Menge stammt dabei aus reinen Silberminen. Diese versuchten, da hoch verschuldet, schon im vergangenen Jahr ihre Produktion auszuweiten, um Umsatzrückgänge durch den Preisverfall aufzufangen. Auch dieses Jahr wird fleißig gefördert. Der größte Teil des Silbers fällt aber quasi als Abfallprodukt bei anderen Industriemetallen wie Blei, Zink und Kupfer an. Hier gelten zum Teil ganz andere Bedingungen für Angebot und Nachfrage. Hinzu kommen noch beachtliche Mengen an recyceltem Silber. 

Keine Trendwende in Sicht

Prognosen über den Silberpreis sind daher mit vielen Unwägbarkeiten behaftet, zumal spekulative Einflüsse durch Aktionen von Notenbanken und Großinvestoren nicht auszuschließen sind. Derzeit überwiegen allerdings deutlich die Faktoren, die auf die Kurse drücken. Von daher erscheint eine kurzfristige Kurserholung eher unwahrscheinlich.

Bei Silber bestätigt sich wie bei Gold die alte Erkenntnis, dass Edelmetalle als Sachwert-Investments zwar langfristig durchaus attraktiv sein können. Dies schließt aber längere Phasen ungünstiger Entwicklung oder mit starken Schwankungen nicht aus. Silber ist dabei noch volatiler als Gold. Und im Unterschied zu anderen Kapitalanlagen gibt es hier keine laufenden Erträge in Form von Zinsen oder Dividenden. Investoren sind alleine auf die Kursentwicklung angewiesen. Die Konsequenz lautet: Ein Edelmetall wie Silber kann nur als Beimischung ein sinnvolles Investment sein.


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