Sorgen auch Sie sich um Ihr Erspartes?

Um unsere Spareinlagen bei deutschen oder in der Europäischen Union ansässigen Banken brauchten wir uns bisher zumindest scheinbar nicht zu sorgen. Für das Sparen im Rahmen konservativer Anlagemodelle - beispielsweise für Sparbücher sowie Giro-, Tages- oder Festgeldkonten - übernimmt die staatliche Einlagensicherung nach Bundes- und EU-Recht bis zur Obergrenze von 100.000 Euro die Sicherung der Sparvermögen in voller Höhe, viele Banken bieten durch ihre Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken zusätzliche Garantien in Millionenhöhe.


Sorgen auch Sie sich um Ihr Erspartes?

Nach Zypern - konventionelles Sparen vor dem Aus?

Was solche Garantien im Ernstfall wirklich wert sind, zeigte in den letzten Tagen das Beispiel Zypern. Vor gut einer Woche einigten sich die EU-Finanzminister bei ihrem ersten Rettungsversuch für das stark angeschlagene Euro-Land trotz der EU-weit und also auch in Zypern gültigen staatlichen Einlagensicherung auf eine Teilenteignung der zypriotischen Sparer. An Bankschaltern und Geldautomaten kommen Bankkunden in Zypern derzeit nur noch an sehr begrenzte Summen, Auslandsüberweisungen sind auf 5.000 Euro limitiert. Besitzer größerer Vermögen müssen damit rechnen, diese bis auf Minimalbeträge zu verlieren. Die Radikalkur wirft nicht nur in den aktuellen Krisenstaaten der EU die Frage auf, wie sicher - und damit sinnvoll - konventionelles Sparen derzeit überhaupt noch ist.

Vertrauensverlust der staatlichen Sicherungssysteme

Die Reaktion der EU hat das Vertrauen der Bürger in die  europäische Finanzpolitik, die Banken und das Sparen insgesamt so tief wie nur wenige Krisen zuvor erschüttert. Vergleichbare Ereignisse waren aus deutscher Perspektive allenfalls die Insolvenz der US-amerikanischen Investment-Bank Lehman Brothers Inc. im Jahr 2008 oder der fast zeitgleiche und nur durch Intervention der Bundesregierung abgewendete Fast-Zusammenbruch der Münchner Hypo Real Estate. Durch Zypern ist bei vielen Anlegern und Sparern nun nicht nur das Vertrauen in den krisengebeutelten Finanzmarkt selbst, sondern auch in die staatlichen Sicherungssysteme eingebrochen. Das Problem im Hintergrund: Geld - und damit auch Sparen - ist in der vernetzen Welt ein virtuelles Phänomen, das nicht durch reale Werte, sondern ausschließlich durch unser Vertrauen gedeckt ist. In den 17 Eurozonen-Ländern zirkulieren insgesamt rund zehn Billionen Euro, bar verfügbar ist davon allerdings nur ein Zehntel. Der Rest erscheint in den Bilanzen der Banken als digitales Geld, das im schlimmsten Fall eben nicht real verfügbar ist. 

Effektives und sicheres Sparen durch optimale Streuung des Anlagevermögens

Allerdings: Vom finanziellen Zusammenbruch ist die Eurozone noch weit entfernt. Der Euro insgesamt ist - trotz Zypern - stabil und unterdurchschnittlich von Inflationseinbußen betroffen.  Aus unserer Sicht ist das Stellen der "Vertrauensfrage" gegenüber dem Gesamtsystem ebenso wie gegenüber konventionellem Sparen überzogen. Für gute Renditen bei größtmöglicher Sicherheit kommt es vielmehr auf eine optimale Streuung des Sparvermögens in unterschiedlichen Anlageformen an.

Die ausschließliche Orientierung auf Sparguthaben oder Festgeld wegen der vermeintlichen Sicherheit dieser Sparmodelle betrachten wir schon fast als eine fahrlässige Fehlberatung. Für effektives und langfristig auch sicheres Sparen stehen eine durchdachte Finanzplanung und eine passende Vermögensstruktur an erster Stelle. Dabei sollten Sie sich - erst recht nach Zypern - nicht von den Versprechungen der Banken leiten lassen, sondern mit einem wirklich unabhängigen Finanzberater, der möglichst nicht auf Provisions-, sondern auf Honorarbasis tätig wird, Ihr persönlich optimales Sparmodell entwickeln.


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