Tagesgeld - Gibt es überhaupt noch Zinsen?

Wer Sicherheit will, konnte lange Zeit auf Tagesgeld setzen. Die Zinsen waren zwar nicht rekordverdächtig, aber doch in einem Bereich, der sicherheitsorientierten Anlegern einen ruhigen Schlaf bescherte. Und nach wie vor gehört Tagesgeld zu den sichersten und flexibelsten Anlageformen, darin sind sich die meisten Vermögensberater einig. Allein die Zinsen sind nicht mehr das, was sie einmal waren, sie rutschen immer weiter ab. Die Tatsache, dass ein Ende dieser Tendenz nicht abzusehen ist, macht die Angelegenheit auch nicht besser.


Tagesgeld - Gibt es überhaupt noch Zinsen?

Drei Prozent Zinsen gabe es einmal.

Vermögensberater, die ihren Job gewissenhaft erledigen, wissen, dass derlei Werte der Vergangenheit angehören. Mitte des Jahres 2008 konnten Zinsen in dieser Höhe zwar noch erreicht werden, wenn man ein glückliches Händchen bei der Wahl des passenden Kreditinstituts hatte, war sogar noch ein wenig mehr drin. Doch seitdem ging es kontinuierlich abwärts. Im Jahr 2012 lag der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld bei gerade einmal 0,82 Prozent. Und wer Pech hatte, bekam sogar die Mitteilung, lediglich mit einem Ergebnis von 0,3 Prozent nach Hause zu gehen.    

Auch zwei Prozent Zinsen sind fast vorbei.

Selbst die Zwei-Prozent-Grenze wird beim Tagesgeld inzwischen meist unterschritten. Vermögensberater berichten zwar, dass es hier und dort noch Institute gibt, die ihre Kunden mit zwei Prozent zu ihnen locken wollen. Diese gehören aber zu der Spezies, die derzeit immer seltener wird. Sogar die ambitioniertesten Anbieter tendieren eher nach unten als nach oben. Der Grund für die niedrigen Zinsen ist unter anderem die Zinspolitik der Zentralbank, die einen historisch niedrigen Leitzins bestimmt hat. Doch an diesem Leitzins von derzeit 0,75 Prozent orientieren sich die meiste Kreditinstitute. 

Sicherheit geht vor

Auch wenn die Zinsen für das Tagesgeld verschwindend gering sind, haben die Deutschen dennoch allein im dritten Quartal 2012 insgesamt 28 Milliarden Euro auf Konten für Tagesgeld eingezahlt. Ganz offensichtlich steht der Wunsch nach Sicherheit über dem Bedürfnis nach hohen Zinsen. Für Tagesgeld spricht, das berichten Vermögensberater, dass bei den meisten Anbietern das Vermögen bis 100.000 Euro durch die Einlagensicherung geschützt ist. Dass die Zinsen gravierend steigen, erwarten Experten und Vermögensberater bis auf weiteres jedoch nicht. 

Tagesgeld als Option

Je nach Lebenssituation kann Tagesgeld strategisch durchaus sein, allerdings nicht als Fluchtweg, um Strukturentscheidungen zu umgehen. Es geht also darum, Risiken und Chancen insgesamt zu streuen, um die optimale Anlageform zu finden. Sie sollten beispielsweise in Erwägung ziehen, sich beim Angebot der Internetbanken umzusehen, denn diese bieten häufig deutlich bessere Konditionen als das die Hausbanken tun. Ob Tagesgeld zu Ihnen passt, sollten Sie mit einem unabhängigen Vermögensberater besprechen. Ein Finanzexperte auf Honorarbasis können Ihnen sagen, ob und in welchem Maß Tagesgeld für Sie sinnvoll ist.


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