Werthaltige Prognosen oder Kaffeesatzleserei?!

Prognosen treffen nur selten und dann zufällig ins Schwarze, gleichwohl riskieren verunsicherte Anleger gerne einen Blick auf die vermeintlich sorgsam erstellten Vorhersagen.


Prognosen

Die Werthaltigkeit kommt erst im Nachhinein zum Vorschein

Das Jahr 2014 unterscheidet sich von anderen Zeitabschnitten nur wenig, die meisten Prognosen trafen nicht ein. Einzige Ausnahme bildeten die Aktienindizes, hier rieten die Propheten einigermaßen richtig. Sowohl beim DAX als auch beim EuroStoxx 50 und beim S&P 500 trafen die Prognosen zumindest halbwegs zu. Allerdings gelang es den Gurus nicht, die Abschlusswerte richtig festzulegen. Der S&P verabschiedete sich vom Börsenjahr mit weitaus größeren Zuwächsen (12,42 Prozent), DAX (plus 2,66 Prozent) und EuroStoxx (plus 1,19 Prozent) blieben hinter den Erwartungen zurück.

Und 2015? Von DAX 8000 bis 18000 reichen die Vorhersagen – irgendwo wird’s dann wohl landen.

Die Prognosen zum Euro

Die Gemeinschaftswährung legte einen dramatischen Wertverlust an den Tag, noch im vergangenen Sommer notierte sie bei knapp 1,40 Dollar, davon sind mittlerweile nur noch 1,12 Dollar übrig. Die Medien wollen uns weismachen, dass diese Entwicklung für Banken und Anleger überraschend kam, dies ist allerdings glatt gelogen. Der italienische Zentralbanker Draghi hat bereits vor Monaten die Entwicklung angekündigt, er begünstigt damit die Wirtschaftskraft exportorientierter Länder und stärkt seine Freunde, die hoch verschuldeten Länder der südlichen Eurozone. Prognosen dazu gab es überraschend wenig, dies zeigt wiederum die Verflechtung zwischen Banken und Propheten auf.

Sind Prognosen das Lesen wert?

Gemäßigte Kritiker beantworten diese Frage mit einem verhaltenen Ja, denn ihrer Ansicht nach spiegeln sie den Marktkonsens und tragen zur Information bei. Prognosen sind aber kritisch zu hinterfragen, denn die Ersteller verfolgen unter Umständen damit einen tiefer liegenden Zweck. Sie generieren mit ihren Vorhersagen oft Anlegermeinungen, die meist weitab von der Realität angeordnet sind. Und je aberwitziger sie sind, desto mehr Aufmerksamkeit kommt ihnen zugute.

Im Ergebnis tätigen viele Marktteilnehmer dann aber genau solche Investitionen, deren Erfolgsaussichten bereits zu Beginn als schlecht zu bezeichnen sind.

Kurzes Fazit:

Prognosefreies Anlegen funktioniert einfach besser und ist kaum mit Risiko verbunden.


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