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Zinsdebakel: Also Aktien, also ETF

Das Zinsdebakel bei deutschen Staatsanleihen zwingt die heimischen Sparer zur Aktivität. Sie müssen, um wieder in den Genuss von lukrativen Renditen zu kommen, ihre überholten Ansichten über Aktien revidieren. Für die Sicherheitsbewussten unter ihnen bieten sich Exchange Traded Funds (ETF) als Alternative an.


Zinsdebakel

Das Zinsdebakel ist kein Grund zum Jammern

Der durch das Niedrigzinsniveau verursachte Anlagenotstand ist kein neues deutsches Szenario, es besteht bereits seit Jahren. Nachdem in der vergangenen Woche 10-jährige Bundesanleihen erstmalig in der Geschichte unter einem Prozent rentierten, hat sich die Situation für alle Marktteilnehmer jedoch verschärft.

Die seit langem empfohlene erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber breitgestreuten Aktienportfolios, zum Beispiel in Form von ETF's, hat sich durch das Zinsdebakel mehr als bestätigt. Sparer sollten deswegen jetzt umdenken und nicht nur den alten Zeiten nachtrauern. Denn das Zinsdebakel bei Schuldverschreibungen wirkt sich auf alle Klassiker im Segment Finanzanlagen aus.

Bei Bankeinlagen laufen die Zinsen ebenso der Inflation hinterher wie bei Lebensversicherungen. Und die Situation wird sich nach dem Willen der Notenbanken auf längere Zeit nicht ändern. Sparer sollten sich daher von ihren nostalgischen Ansichten verabschieden und Vernunftehen mit Aktien und ETF eingehen.

Der Begriff "spekulieren" wird immer den Aktien zugeordnet - wer aber nur auf Anleihen oder damit verwandte Produkte setzt, spekuliert in Wahrheit auch. Erst eine breite Mischung verringert die einseitige, gefährliche Konzentrierung auf Einzelsegmente des Marktes.

In einen ETF gepackte Aktien als Alternative zum Zinsdebakel

Es ist nachvollziehbar, dass deutsche Anleger um Aktien einen großen Bogen machen, zumindest wenn sie von den traditionellen Möglichkeiten ausgehen. Bei weitem nicht jeder Anleger hat bei der Auswahl einzelner Aktien ein so gutes Händchen wie Warren Buffet.

Wem dieses Talent nicht gegeben ist, dem drohen hohe Verluste bei Einzelwerten. Durch die zunehmende Informationsgeschwindigkeit, sind auch kaum noch frühzeitige Informationsvorsprünge möglich. Die Finanzmärkte gehen immer weiter in Richtung effizienter Märkte, so dass das Setzen auf Einzelwerte im Grunde einem Glücksspiel gleicht.

Zeitgemäß risikomindernd ist die Erfindung der Exchange Traded Funds (ETF), als dessen geistiger Urvater der Wissenschaftler Eugene Fama gilt. Mit einem börsengehandelten ETF können Anleger kostengünstig und sehr breit gestreut in globale Indizes investieren.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel der ETF auf den MSCI World-Index, welcher die Aktien von ca. 1.600 Unternehmen weltweit beinhaltet. Vom Zinsdebakel angespornte Investoren sollten sich beim ETF-Erwerb nicht nur auf deutsche Aktien beschränken, denn die aktuellen Wissenschaftserkenntnisse sprechen wenig für einseitige Investments.


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