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Bausparen: Schwäbisch Hall mit Desaster

Bausparen gehört bei vielen Verbrauchern schon aus Tradition zum größten Projekt ihres Lebens - dem Hausbau oder Erwerb. Schwäbisch Hall, der Marktführer in diesem Segment, veröffentlichte vor Kurzem allerdings Zahlen, die bei flüchtiger Betrachtung das Gegenteil darstellen.


bausparen

Bausparen durch Niedrigzinsniveau rückläufig

Wie von der Bausparkasse Schwäbisch Hall mitgeteilt wurde, musste das Unternehmen im vergangenen Jahr auf die anhaltend niedrigen Zinsen reagieren und die Tarife korrigieren. Weil Bausparverträge fortan von geringeren Erträgen begleitet wird, sank die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge drastisch. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres entschlossen sich lediglich 400.000 Neukunden zum Bausparen.

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Wert noch doppelt so hoch.

  • Schwäbisch Hall gab das Bausparvolumen für 2014 mit 15,7 Milliarden Euro an.
  • Vor einem Jahr lag die Summe noch bei 23 Milliarden.  

Der Rückgang wurde von der Geschäftsleitung als Geschäftsnormalisierung in der Branche interpretiert. Aufgrund weiterführender Informationen wurde allerdings bekannt, dass Schwäbisch Hall mit der Entwicklung im krassen Gegensatz zu den Mitbewerbern steht, bei denen keine dramatischen Rückgänge verzeichnet wurden. 

Marketingstrategien generierten gute Werte

Schwäbisch Hall hatte, wie eingangs erwähnt, die Zinsen beim Bausparen bereits in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres gesenkt. Diese Vorgehensweise wurde von massiver Neukunden-Akquise begleitet. Die Bausparkasse versprach schnell entschlossenen Verbrauchern die Gewährung höherer Sparzinsen. Im Ergebnis wurde das Neukundengeschäft bei Schwäbisch Hall erfreulich gesteigert, den Mitbewerbern blieb das Nachsehen.

Der Branchenführer bezeichnet das Bausparen im Jahr 2012 als normale Größenordnung, damals lag das Neugeschäft bei 32,8 Milliarden Euro. Der Marketingtrick von Schwäbisch Hall lies diesen Wert vergangenes Jahr auf 36 Milliarden ansteigen. Für das laufende Jahr erwartet die Bausparkasse weitere Rückgänge, gleichwohl wird ein Ergebnis von über 30 Milliarden Euro angestrebt.

Bausparen hat laut der Meinung von Experten für Verbraucher sichtbare Tücken, wesentlich mehr Flexibilität bieten demnach Annuitätendarlehen. Bei ihnen kann angesichts der langfristigen Zinsbindung der Vorteil des aktuellen Niedrigzinsumfeldes effizient mitgenommen werden.

 

 

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