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Debit Mastercard – Was steckt hinter der neuen Debitkarte?

Das bargeldlose Bezahlen wird immer beliebter. Unter den bargeldlosen Verfahren ist die Girocard mit 82 Prozent das meistgenutzte Zahlungsmittel. Doch gerade die in Deutschland so beliebte EC-Karte bekommt derzeit Konkurrenz von einem Kartenprodukt, das es in sich hat: der Debit Mastercard.


Debit Mastercard

Einer Bitkom-Umfrage zufolge,können sich fast 46 Prozent der Deutschen vorstellen, in Zukunft in beinahe allen Alltagssituationen ausschließlich bargeldlos zu bezahlen. 

Die Girocard im Kreuzfeuer der Kritik

In der FAZ wurde die Girocard letztens als „Innovationsbremse und Machtinstrument der deutschen Kreditwirtschaft“ bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich bei der Girocard um eine deutsche Erfindung und kann als solche nur im Inland eingesetzt werden. Lediglich durch das V Pay oder Maestro Co Branding ist es möglich, die Girocard auch im Ausland zu nutzen. Wobei man auch hier häufig auf Barrieren stößt. Auch bei Zahlungsabwicklungen im Internet ist sie nur sehr begrenzt einsetzbar. Obwohl es sich mittlerweile um ein scheinbar überholtes Zahlungsmittel handelt, ist die Girocard aktuell die in Deutschland mit Abstand am weitesten verbreitete Zahlungskarte:

„Unter den bargeldlosen Verfahren ist die Girocard mit 82 Prozent das meistgenutzte Mittel, gefolgt von der Kreditkarte mit 36 Prozent.“   Bitkom Research

Doch seit Kurzem wirbt Mastercard mit einem neuen Kartenprodukt, welches die Defizite der Girocard aufwiegeln und mit deren Vorteilen verbinden soll. Die Debit MasterCard fasst in Deutschland allmählich Fuß. Höchste Zeit, sich die Karte genauer anzusehen. 

Was ist eine Debit Mastercard?

Eine Debit Mastercard ist eine Zahlungskarte, die die Vorteile einer EC-Karte mit den Vorzügen einer Kreditkarte vereinen soll. So bewirbt Mastercard seine neue Debitkarte mit Vorzügen wie weltweiter Akzeptanz und Bargeldabhebungen, kontaktlosem Bezahlen via NFC-Technologie und der problemlosen Einsetzbarkeit beim Online-Shopping. Ihre Funktionen und Optik erinnern dabei an die einer Kreditkarte. Dennoch unterscheidet sich die Debitkreditkarte in einem entscheidenden Punkt von der herkömmlichen Kreditkarte:Genau wie bei der EC-Karte wird das zur Karte gehörende Referenzkonto sofort belastet und nicht nur einmalig im Monat per Sammelabbuchung. 

Wird sich die Karte durchsetzen?

Durch die Verbindung von Akzeptanz im Ausland und im Internet sowie der direkten Kontobelastung, könnte die Debitkreditkartedurchaus dem Geschmack der Deutschenentsprechen. Da die Girocard nur wenig Innovationspotenzial offenlässt und die Debit MasterCard zahlreichen Wünschen der Verbraucher gerecht wird, könnte sie schon bald den Weg in die Geldbeutel Deutschlands finden.

Als Besitzer einer solchen Debitkarte bräuchte man außerdem nur noch eine einzige Zahlungskarte im Portemonnaie – ein weiterer innovativer Vorzug der Karte. Auch im Hinblick auf die jährlichen Kosten, punktet die Karte. Viele Debit Mastercards werden aktuell kostenlos oder für einen weitaus günstigeren Jahrespreis als Kreditkarten angeboten. Angesichts der in Deutschland außerordentlichen Popularität der Girocard, wird es aber noch einige Zeit dauern, bis sich die Debitkreditkarte etabliert. 


 
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