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Digitalisierung ist kostspielig

Die Digitalisierung hat durch die Pandemie in Deutschland einen ungeahnten Schub erfahren. In vielen Branchen, die in dieser Hinsicht bisher eher rückständig waren, werden in Lockdown-Zeiten die eigenen Versäumnisse immer deutlicher – für viele Selbständige und Unternehmer ist dies besonders schmerzhaft. Bei nicht-digitalisierten Geschäftsmodellen hatten die Beschränkungen des öffentlichen Lebens sofortige Auswirkung auf die Auftragslage und damit den Umsatz. Wer sich keinen digitalen Kundenzugang gesichert hatte, spürte die Auswirkungen deutlich. Zeitgleich Bestand wenig Flexibilität hinsichtlich interner Prozesse und Kostenstrukturen.


Es zeigt sich: in der Krise haben vor allem Anbieter die Nase vorn, die auch schon vorher den Kontakt zum Kunden und interne Prozesse digitalisiert hatten. Sie sind von Schließungen und Homeoffice-Pflicht vergleichsweise wenig beeinträchtigt und wesentlich flexibler. Viele haben jetzt den Handlungsbedarf erkannt und wollen die Lücken schließen, aber wie? Sofortige Hilfe in Sachen digitales Marketing- und Vertriebsstrategie verspricht der Gründer Sharo Safaei mit seiner innovativen Unternehmensberatung Curia Consulting.

Digitalisierung - für mehr Effizienz in Marketing und Vertrieb

Safaei entwickelt digitale Lösungen für das Marketing und den Vertrieb seiner Kunden und begleitet diese bis zur Implementierung und Umsetzung im Alltag. Sein Ansatz zielt auf systematische Neukundenidentifizierung, -ansprache und -gewinnung mit Hilfe standardisierter und automatisierter Prozesse ab. Das Angebot richtet sich vor allem - aber nicht nur - an kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige aus dem Dienstleistungssektor. Kundenkontakte werden hier oft noch nach dem Zufallsprinzip generiert, Kundenansprache und Leistungserbringung erfolgen mit viel manuellem Aufwand. Dadurch bleiben Potenziale unerforscht und es entstehen unnötige Kosten.

Mittels digitaler Strategien lassen sich Marketing und Vertrieb sehr viel effizienter organisieren und betreiben. Dennoch scheut mancher Entscheider das Investment ins eigene Unternehmen. Neben der mangelnden Bereitschaft, aktiv Veränderung im eigenen Geschäft herbeizuführen, sind es oft die notwendigen Ausgaben, die bei Digitalisierungsprojekten als Hürde wirken.

Im Gegensatz zu anderen Investitionen, zahlen sich Digitalisierungsmaßnahmen rasch aus. Auch Investitionen in digitales Marketing zeichnen sich durch ihre Berechenbarkeit aus. So können z.B. für spezifische Vertriebskanäle akkurate Preise für Neukundenanfragen vorab kalkuliert werden.

KfW fördert Digitalisierungsprojekte im deutschen Mittelstand

Immerhin haben laut einer von der KfW im vergangenen Jahr unter mehr als 1.000 Mittelständlern durchgeführten Befragung 61,2 Prozent der Teilnehmer angegeben, in den nächsten zwei Jahren Digitalisierungsprojekte zu planen. 20,9 Prozent zeigten sich unentschieden, 18,0 Prozent ablehnend. Allerdings nimmt die Bereitschaft zur Digitalisierung mit der Unternehmensgröße deutlich ab. Bei Unternehmen von 1 bis 2,5 Mio. Euro Jahresumsatz wollte in den nächsten zwei Jahren jedes Fünfte kein Digitalisierungsprojekt angehen, bei Unternehmen unter 1 Mio. Euro Jahresumsatz sogar fast jedes Dritte. Der Anteil der Firmen mit Digitalisierungsprojekten stagniert überdies. Es bleibt offensichtlich noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

Die KfW versucht dies u.a. mit einem eigenen Förderprogramm zur Digitalisierung im Mittelstand - dem ERP-Digitalisierungs- und Innovations­kredit. Er stellt ein universal einsetzbares Instrument dar, das von einem Kleinunternehmen genauso genutzt werden kann wie vom großen industriellen Mittelständler. Die Bandbreite der möglichen Förderdarlehen reicht von 25.000 Euro bis 25 Mio. Euro. Gefördert werden vielfältige digitale Vorhaben, darunter auch "digitale Plattformen, Apps und digitale Vertriebskanäle zum Aufbau digitaler Plattform­konzepte und des elektronischen Handels". Das Programm ist besonders attraktiv - nicht nur wegen der günstigen Zinskonditionen. Es wird ein nicht-rückzahlbarer Förderzuschuss von aktuell 3 Prozent des Kreditbetrags gewährt und eine 70-prozentige Haftungsfreistellung der Hausbank bei fehlenden Sicherheiten ist möglich.

Digitalisierung kostet Geld, sollte aber nicht am Geld scheitern.

Das Programm kann mit anderen Förderungen und einer Bankfinanzierung kombiniert werden. Das Beispiel zeigt - auch wenn Digitalisierung Geld kostet, sie muss nicht am Geld scheitern. So lassen sich auch zukunftsweisende Vorhaben für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sowie die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb auch schon heute realisieren.


 
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