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Energiewende und Windkraft: Dänemark macht es uns vor

Zumindest bei der Energiewende kann Deutschland viel von seinem Nachbarn Dänemark lernen. Das dort harmonische Zusammenspiel zwischen Staat, Energieversorger und Industrie hat Gas- und Ölheizungen aus dem täglichen Leben verschwinden lassen.


Energiewende, Ökostrom

Konsequenz und Ausdauer haben die dänische Energiewende auf soliden Boden gestellt

Mittlerweile ist die Windkraft aus der dänischen Energieversorgung nicht mehr wegzudenken, circa ein Drittel des Stroms wird in WKAs produziert. Insgesamt stammen gute fünfzig Prozent des dänischen Stroms aus erneuerbaren Energien, in Deutschland sind es gerade einmal dreiundzwanzig Prozent. Durch Windkraft soll in Dänemark bis 2020 jede zweite verbrauchte kWh erzeugt werden. Doch hat der dänische Staat noch ehrgeizigere Ziele, er will sich bis spätestens zur Jahrhundertmitte vollständig von fossilen Energieträgern, wie Öl, verabschieden. Das gilt für alle Bereiche, beispielsweise bei den Kraftwerken, den Heizungen sowie bei den Kraftfahrzeugen.

Dass die Dänen die Energiewende erst nehmen, zeigen die neu erlassenen Gesetze dazu: Der Bau und die Erweiterung von Kohlekraftwerken sind seit diesem Jahr ebenso verboten wie Öl- und Gasheizungen in neuen Häusern. In drei Jahren werden diese Heizungen auch für ältere Häuser verboten werden, die Eigentümer können allerdings auf ein gut ausgebautes Fernwärmenetz zurückgreifen. In Deutschland wären solche radikalen Maßnahmen sicher sehr schwer durchsetzbar, doch hat das eher etwas mit der überragenden Stellung des dänischen Staats zu tun.

Die dänischen Vorteile bei der Energiewende

Gerade bei der Windkraft profitiert Dänemark von seinem Standortvorteil, es gibt zu jeder Jahreszeit ausreichend Wind. Sollte es doch einmal zu einer Flaute bei der Windkraft kommen, kann sich Dänemark bei den skandinavischen Nachbarn mit Energie aus den Gezeiten versorgen. So ist die dänische Energiewende relativ frei von Sorgen und kann sich über gute Zahlen der heimischen Produzenten von Windkraft-Anlagen freuen. Diese tragen durch ihre Exporte mittlerweile zu drei Prozent der dänischen Wirtschaftsleistungen bei.

Der staatliche Energieversorger Dong hat sich ebenfalls für die Windkraft entschieden und kann dank bester Windgeschäfte problemlos die sinkende Produktion in alten Kohlekraftwerken ausgleichen. Warum die deutsche Energiewende nicht ebenso glücklich verlief, erklären sich unabhängige Experten mittlerweile ganz einfach. Die großen Vier der deutschen Energieversorgung haben sich aus anderen Interessen zu lange gegen Ökostrom, die Energiewende und Windkraft gewehrt. Statt zumindest bei der Windkraft mitzumachen, haben sie viel Energie zur Infragestellung der Energiewende verschwendet und dann den Anschluss verloren. Allerdings können dänische Privatpersonen nicht aktiv an der Wende teilnehmen, da der Staat dies nicht will.

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