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ETF, aber bitte voll repliziert

ETF's bzw. Indexfonds erfreuen sich einer zunehmender Beliebtheit bei Anlegern. Was einen ETF so attraktiv macht, ist die Möglichkeit, einen ganzen Markt mit überschaubarem Kapitaleinsatz kaufen zu können und so Risiken breit zu streuen.


ETF

Ein weiteres Pro-Argument sind die niedrigen Kosten, denn ETF`s werden im Gegensatz zur herkömmlichen Investmentfonds passiv gemanagt. Methodisch unterscheidet man synthetische Indexfonds und ETF's, die voll repliziert sind. 

Voll repliziert: was heißt das?

Die Vor- und Nachteile beider Methoden werden kontrovers diskutiert. Grundsätzlich geht es um die Art und Weise, wie ein Index in einem ETF abgebildet wird. Als voll repliziert oder physisch repliziert wird ein Indexfonds bezeichnet, bei dem der Referenzindex nachvollzogen wird, indem die jeweiligen Werte in exakt dem Verhältnis und mit den Gewichtungen erworben werden, wie sie auch im Index enthalten sind. Ein Indexfonds, der sich zum Beispiel auf den DAX bezieht, enthält genau die Aktien in der Zusammensetzung, in der sie auch in den DAX einfließen. Ändern sich Zusammensetzung und Gewichtungen des Referenzindexes, so wird auch die Indexfonds-Zusammensetzung entsprechend angepasst. Diese Methode ist unmittelbar einsichtig. 

Alternative: synthetische Fonds

Komplexer ist die Verfahrensweise bei synthetischen Fonds. Hier hält der Indexfonds-Anbieter einen Sicherheitenkorb, der ganz anders zusammengesetzt sein kann als der Referenzindex. Der Index wird im Rahmen einer Swap-Vereinbarung mit einem Kontrahenten, in der Regel einer Investmentbank, abgebildet. Der ETF-Anbieter und der Kontrahent tauschen dabei die Erträge aus Sicherheitenkorb und Index-Investments, so dass die Fondsteilhaber in den Genuss der Index-Performance kommen. 

Voll repliziert vermeidet Kontrahentenrisiko

Indexfonds, die voll repliziert sind, befinden sich auf dem Vormarsch. DB X-Trackers zum Beispiel, die Indextochter der Deutschen Bank, hat angekündigt, künftig 18 große Aktienfonds auf die physisch replizierte Methode umstellen zu wollen. Andere Wettbewerber haben so gebildete ETF's schon länger im Angebot. Ein wesentliches Argument für physisch replizierte Fonds ist die Transparenz und das geringere Risiko. Bei synthetischen Fonds besteht nämlich ein Kontrahentenrisiko. Gerät der Tauschpartner in wirtschaftliche Schwierigkeiten, wirkt sich das spürbar negativ aus. 

Beide Methoden berechtigt

Die Finanzaufsicht sieht den voll repliziert-Trend denn auch mit Wohlwollen. Dennoch verlieren synthetische Fonds nicht ihre Berechtigung. Beide Methoden werden weiterhin den Markt der Indexfonds prägen.

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