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Geld anlegen: So sparen Sie richtig

Rund 10 Prozent des Einkommens legt der Deutsche im Jahr auf die Seite. Das mag zwar vorbildlich sein, jedoch muss die berechtigte Frage gestellt werden, wie bzw. wo der Deutsche das Geld anlegt.


Denn die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die traditionellen Produkte, dazu gehören etwa das Sparbuch sowie das Tagesgeld, unbrauchbar werden lassen.

Auch wenn der Deutsche ein großer Fan sicherer Veranlagungen ist, so interessieren sich doch auch immer mehr sicherheitsorientierte Anleger für den Aktienmarkt. Das ist auch verständlich: Aktien sind heutzutage die Alternative zum Sparbuch, zum Tagesgeld wie auch zur Kapitallebensversicherung geworden - wer gewinnbringend investieren will, der muss sozusagen in den Aktienmarkt investieren.

Woran erkennt man unseriöse Veranlagungen?

Für Investments sind die drei wichtigsten Einflussfaktoren das Risiko, die Liquidität und Rentabilität. Eine Geldanlage, die stets verfügbares Kapital, Sicherheit und eine maximale Rendite verspricht, ist in der Regel unseriös und sollte gemieden werden. Ist man unsicher, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt, so mag es hilfreich sein, wenn man zuvor einen Blick auf die im Internet zu findenden Test- wie Erfahrungsberichte wirft.

Das "magische Dreieck" der Geldanlage, also Liquidität, Rentabilität und Risiko, besagt, dass es am Ende immer nur zwei Ziele gibt, die bei seriösen Kapitalanlagen erreicht werden. So darf man bei Aktien mit einer entsprechend hohen Rendite sowie Liquidität rechnen, jedoch ist das Risiko nicht außer Acht zu lassen. Bei sicheren wie rentablen Geldanlagen ist hingegen wieder eine geringere Liquidität gegeben.

Tages- und Festgeld

Beim Tagesgeld handelt es sich um eine Ergänzung zum Girokonto. Aufgrund der Tatsache, dass das Girokonto heute oftmals mit einem Zinssatz ausgestattet ist, der bei 0,0125 Prozent (oder weniger!) liegt, mag es besser sein, die Kapitalreserve auf einem "Online-Sparbuch" zu parken. Wichtig ist, dass man das Tagesgeldkonto nicht als gewinnbringende Veranlagung sieht - hier gibt es keinen Anbieter, der einen Zinssatz von über 0,5 Prozent zur Verfügung stellt.

Es gibt auch das Festgeldkonto. Der Unterschied gegenüber dem Tagesgeld? Geld, das auf dem Tagesgeldkonto liegt, steht jederzeit zur Verfügung, zudem kann immer wieder Geld auf das Konto überwiesen werden - beim Festgeld entscheidet man sich für eine Einmaleinlage, die für mehrere Monate bzw. mehrere Jahre veranlagt wird. Je länger die Bindung, desto höher der Zinssatz. Festgeld kann sicherheitsorientierten Anlegern empfohlen werden, die absolut kein Risiko eingehen wollen. Denn die Zinssätze, die hier selbst für eine mehrjährige Bindung in Aussicht gestellt werden, sind absolut unattraktiv.

Alternative Nummer 1: Aktien

Daher ist es wichtig, einen Blick auf den Aktienmarkt zu werfen. Investiert man in Aktiengesellschaften, so erwirbt man Anteile: Steigt der Wert des Unternehmens, so steigt in der Regel der Aktienkurs - nebenbei darf man sich noch über eine Dividende, die Gewinnbeteiligung, freuen. Das heißt, pro Aktie gibt es noch eine in regelmäßigen Abständen stattfindende Sonderzahlung.

Natürlich gibt es Kursbewegungen und auch Korrekturen - wer langfristig in Aktien investiert, geht aber in der Regel als Gewinner vom Platz. Vor allem, wenn man sich an ein paar Tipps und Tricks hält: Wichtig ist, in unterschiedliche Aktiengesellschaften zu investieren, die sich in verschiedenen Ländern wie Branchen aufhalten. Hier spricht man von der Diversifikation.

Kryptowährungen sind vor allem für chancenorientierte Anleger interessant

Risikoaffine Anleger können ihr Geld auch in den Kryptomarkt pumpen. Ganz egal, ob man über Bitcoin Era investiert oder über eine Kryptobörse Coins kauft - hier sollte immer nur frei verfügbares Geld investiert werden. Denn das Risiko, das man eingeht, ist hoch. Selbst dann, wenn es vielversprechende Prognosen gibt, besteht durchaus die Gefahr, dass es - und das ohne erkennbaren Grund - wieder bergab ab.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Kryptomarkt - allen voran der Bitcoin - unberechenbar ist. Lag der Bitcoin Anfang 2017 noch bei 1.000 US Dollar, so lag man Ende des Jahres bei fast 20.000 US Dollar. 2018 folgte ein 80%iger Wertverlust. 2019 folgte das Comeback: Von 3.000 US Dollar stieg der Preis auf fast 14.000 US Dollar - und wenig später folgte der Absturz auf 6.500 US Dollar.


 
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