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Immobilie vermieten ein Auslaufmodell?

Wer privat eine Immobilie vermieten will, sieht sich von den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen enttäuscht. Union und SPD haben die im Vorfeld avisierten Steuererleichterungen für Bauherren aus dem Protokoll gestrichen. Dafür erhalten die Mieter mehr Unterstützung.


Immobilie vermieten

 

Wohnungssuchende sollen besser vor extremen Mietsteigerungen geschützt werden

Für Bauherren, Hausbesitzer und alle die eine Immobilie vermieten wollen, war der am letzten Mittwoch ausgehandelte Koalitionsvertrag eine unerwartete Überraschung. Das Vertragswerk beinhaltet strengere Regelungen bei Mieten und Sanierungsvorhaben; die degressiven steuerlichen Abschreibungen als wichtige Erleichterungen fehlen allerdings. Experten befürchten daher, das sich der Neubau von einem Eigenheim sowie das Immobilie vermieten zukünftig nicht mehr lohnen wird. Wohnungssuchende sollen nach dem Willen der Koalitionspartner gerade in den Großstädten intensiver gegen Mietwucher geschützt werden. Es soll ein Sachkundenachweis für Makler eingeführt werden.

Maklergebühren werden zukünftig von den Auftraggebern zu bezahlen sein. Bei Bedürftigen wird das Wohngeld an das vor Ort vorherrschende Mietniveau sowie die Entwicklung des Einkommens angepasst. Alle, die eine Immobilie vermieten, können in der Zukunft nur noch zehn Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen, und das auch nur bis zur Kostentilgung. Die Bundesländer können sich bei angespannten Wohnungsmärkten der Mietdeckelung bedienen, der Mietzins für Wiedervermietungen darf dann nur noch maximal zehn Prozent über dem örtlichen Mietspiegel liegen. Die örtliche Vergleichsmiete orientiert sich derzeit an den Vertragsabschlüssen und Mieterhöhungen der letzten vier Jahre, der Mieterbund fordert eine Ausdehnung dieser Frist auf mindestens zehn Jahre.

Durch die Neureglungen wird das Projekt Immobilie vermieten weniger attraktiv

Das befürchten sogar einige Abgeordnete der Union. Sie sehen in der Mietpreisbremse und der Limitierung der Modernisierungsumlage sinkende Attraktivität des Wohnungsneubaus. Denn wenn das Projekt Immobilie vermieten an Lukrativität verliert, wird erst gar nicht gebaut. Wenn jedoch der Wohnungsbau nicht dem Bedarf gerecht wird, können sich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage die Mieten weiter nach oben entwickeln. Wer in der Zukunft seine Immobilie vermieten möchte, wird sich also auf die neuen Bedingungen einstellen müssen.

Die Pläne der neuen Regierung sind nicht so gravierend, dass sich das Unternehmen Immobilie vermieten nicht mehr lohnen würde. Dem sich immer mehr ausbreitenden Mietwucher in den Ballungsgebieten musste im Interesse der Bevölkerung Einhalt geboten werden. Wie sich die Energiewende nach den neuen Vorgaben im Wohnungsbau umsetzen soll, ist derzeit für die Branche allerdings ein Rätsel.

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