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Infinus: Erste Verhaftungen

Die vor einigen Tagen bei Infinus durchgeführte Polizeiaktion führte zu mehreren Festnahmen. Sechs Personen aus der Führungsebene des Konzerns bleiben in Haft, da nach Ansicht der Staatsanwälte erhöhte Fluchtgefahr besteht.


Infinus

Die Vorwürfe gegen Infinus werden langsam konkreter

Bei den festgenommenen Verdächtigen handelt es sich laut der Presse um drei Vorstände, zwei Aufsichtsräte sowie einen Gesellschafter. Das Landeskriminalamt Sachsen beschuldigt die Festgenommenen des vielfachen Betrugs. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf Orderschuldverschreibungen und Genussrechte, welche von dem beschuldigten Unternehmen vermittelt wurden. Laut LKA sollen circa 25.000 potenziell geschädigte Anleger und ein Anlagevolumen von 400 Millionen Euro von den Ermittlungen betroffen sein.

Entsprechend groß war auch das Aufgebot an Ordnungshütern bei den Razzien der vergangenen Woche. Über 400 Beamte durchsuchten Anwesen von Infinus in sechs österreichischen und deutschen Städten. Nach Angaben der Behörden wurde dabei Beweismaterial in großen Mengen sichergestellt. Das Unternehmen zeigt sich seit Beginn der Ermittlungen ratlos und beteuert Unschuld. Die Presse stellt bei ihrer Berichterstattung regelmäßig den luxuriösen Lebensstil und das süße Leben der Infinus Geschäftsleitung besonders hervor, doch ist dieser auch bei anderen Unternehmen mit guter Auftragslage üblich. Auch Versicherungen schicken ihre guten Verkäufer auf Weltreisen. Wesentlich interessanter ist die Meldung der Creditreform, nach der Infinus seit gut einer Woche keine Bonität mehr hat.

Die Auswirkungen bei der Infinusaffäre übertreffen wahrscheinlich den S&K Skandal

Sollten sich die derzeit im Raum stehenden Anschuldigungen gegen Infinus bewahrheiten, gehen die Ermittler von weit größeren Auswirkungen als bei der S&K Affäre aus. Eine Gemeinsamkeit weisen beide Fälle jetzt schon auf, die Vermittler zeigten weder bei Infinus noch bei S&K gesundes Misstrauen und natürliche Skepsis. Die Geschäftsmodelle beider Unternehmen wurden nie infrage gestellt oder hinterfragt. Doch gab es in der Vermittlerschaft einige, denen das Geschäftsgebaren von Infinus eigenartig vorkam. So stellten beispielsweise die Augsburger Aktienbank und der in Hamburg ansässige Maklerpool maxpool die Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister schon 2012 ein.

Der Konzern umgab sich darüber hinaus gerne mit Prominenten, denen eine gewisse Schirmherrenfunktion zugedacht war. Infinus bezeichnet sich selbst als Anbieter von Konzepten und Dienstleistungen für exclusive Finanzprodukte. Die Staatsanwaltschaft interessiert sich neben den Orderschuldverschreibungen besonders für die offerierten Genussrechte. Diese sind vor allem durch das Windkraftunternehmen Prokon in der Öffentlichkeit bekannt geworden.

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