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Investmentfonds als Trendfolger mit Problemen

Ohne Computer-Handel sind die heutigen Finanzmärkte undenkbar. Computer sorgen nicht nur für die sekundenschnelle Abwicklung von Börsentransaktionen rund um den Globus, sondern treffen auch Anlageentscheidungen. Auf die Unbestechlichkeit und mathematische Präzision von Computern setzen Trendfolger-Investmentfonds.


Trendfolger

Was heißt Trendfolge?

Die Trendfolge-Strategie ist eine der bekanntesten und am meisten verbreitete Anlagestrategie im Investment-Geschäft. Der Grundgedanke ist simpel: er besteht darin, auf einen bestehenden Trend aufzusetzen und entsprechend der Trendentwicklung zu investieren bzw. wieder zu verkaufen. Bei steigenden Kursen wird auf weiter steigende Kurse gesetzt, entsprechend umkehrt bei einem sinkenden Kurstrend. 

Für den Erfolg kommt es entscheidend darauf an, einen Trend und eine Trendwende rechtzeitig zu erkennen. Dafür setzen Trendfolger-Investmentfonds auf ausgeklügelte EDV-Programme, die mit komplizierten Algorithmen Trends analysieren und entsprechend investieren bzw. deinvestieren. Letztlich kommt es weniger darauf an, um welche Anlagen es sich handelt - Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle oder andere Werte. Wichtig ist die richtige Trenderkennung. 

Erfolgreiche Investmentfonds in der Krise 

In der Finanzkrise konnten Trendfolger-Investmentfonds teilweise überraschende Erfolge erzielen. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten schnitten einige dieser Investmentfonds sehr gut ab. Manche Experten führen das auf die Unbestechlichkeit der Systeme zurück. Sie reagieren nur auf Fakten und nicht psychologisch wie Fondsmanager. 

Was ist, wenn kein Trend existiert?

In ruhigeren Zeiten tun sich solche Fonds dagegen schwerer. Und nichts ist für einen Trendfolger-Fonds so ungünstig wie eine Situation, in der es keinen eindeutigen Trend gibt. In einem solchen Fall warten die Programme ab und parken Gelder erst einmal in Fest- oder Tagesgeld. Die bieten allerdings keine hervorragenden Renditen. Schwer tun sich solche Investmentfonds auch mit Situationen, in denen wichtige Marktakteure in nicht vorhersehbarer Form in den Markt eingreifen. Das macht einen Trend kaputt. 

Reaktion mit Zeitverzögerung

Und noch ein Problem haben Trendfolger-Fonds: Sie vollziehen Marktentwicklungen erst mit einem gewissen Time-Lag nach. Bis ein Trend erkannt ist und in entsprechende Investitionen umgesetzt ist, vergeht immer ein gewisser Zeitraum. Wenn der Markt sich zwischenzeitlich schon wieder umgekehrt hat, hat der Trendfolger-Fonds das Nachsehen. Gerade die Schwankungen auf vielen Märkten in den letzten Monaten führten daher bei Trendfolger-Fonds zu schlechten Ergebnissen. Ein Grund dafür, warum einige dieser Fonds inzwischen vom Markt genommen wurden. 

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