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Kritik an EZB wird lauter

Die Deutsche Bundesbank zeigt sich gegenüber der Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls unbegrenzt Staatsanleihen aus Krisenländern zu kaufen, schon lange äußerst kritisch.


Kritik an EZB wird lauter

Noch einen Tick offizieller wird es jetzt, da – so berichtet das „Handelsblatt“ - die Deutsche Bundesbank ihre Kritik als Protokoll in einer Stellungnahme an das Bundesverfassungsgericht adressiert hat.

Die Deutsche Bundesbank sieht demnach erhöhte Risiken gegeben, die durch den Kauf von Anleihen schlechter Bonität geschaffen würden. 

Zudem kritisiert sie scharf, dass die EZB so von ihrer Hauptaufgabe abrückt. So heißt es in der Stellungnahme: „Die Käufe können überdies die Unabhängigkeit der Zentralbanken belasten, die eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Erfüllung ihrer Hauptaufgabe - die Wahrung der Preisniveaustabilität – ist.“ Unter anderem mache dies die EZB den Regierungen gegenüber erpressbar. 

Das „Handelsblatt“ berichtet daher weiterhin aus der Stellungnahme, dass es nicht die Aufgabe der EZB sei, zu verhindern, dass einzelne Länder aus der Euro-Zone ausscheiden. (NS/BHB)


 
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