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Lebensversicherung: Abschlußprovisionen sinken

Das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) stellt die Vermittler vor wenig erfreuliche Aussichten: Ihre Abschlussprovisionen könnten schneller sinken als ihnen recht ist. Ein bekannter Anbieter hat bereits die Absenkung der Courtagen angekündigt - andere Versicherer folgen mit Sicherheit.


Abschlußprovisionen

Die Abschlussprovisionen werden in den kommenden Monaten sinken

Bereits zum ersten Januar will die Stuttgarter Lebensversicherung die Abschlussvergütungen von bisher 4 auf 2,5 Prozent senken. Mit der gleichzeitigen Erhöhung der laufenden Provisionen reagiert der Anbieter auf das Reformgesetz zur Lebensversicherung.

Das Unternehmen rechnet damit, dass die Konkurrenz dem Beispiel zeitnah folgt, denn aus interner Sicht kann sich kein Anbieter der Umsetzung des Reformpaketes entziehen. Die Schwaben erwarten eine Senkung der Abschlussprovisionen auf breiter Front in den kommenden zwölf bis achtzehn Monaten. 

Die Assekuranz ist gezwungen, auf die neue Rechtslage zügig zu reagieren, wenn sie keine verschärften Maßnahmen seitens der Gesetzgebung provozieren will. 

Die BaFin wacht über die niedrigeren Vergütungen

Ab dem kommenden Jahr dürfen die Lebensversicherer ihren Kunden nur noch Abschlussprovisionen von maximal 2,5 Prozent in Rechnung stellen. Alle über diesen Richtwert hinausgehenden Beträge müssten die Versicherer aus eigener Tasche bezahlen. Die ohnehin bereits stark belastete Branche kann sich die höheren Vergütungen nicht mehr leisten und reagiert mit drastischen Kürzungen. Außerdem haben die Finanzwächter harte Konsequenzen für die Versicherer angekündigt, die sich den neuen Regelungen entziehen wollen.

Die Branche sucht nach Lösungen

Einige Versicherer, wie beispielsweise Allianz oder Ergo, haben bereits angekündigt, die niedrigeren Abschlussprovisionen durch höhere Bestandsvergütungen auszugleichen. Im Ergebnis kommen die Vermittler auf die gleichen Vergütungen wie bisher, allerdings werden die Zahlungen auf längere Zeiträume ausgedehnt. Die Mitbewerber der Stuttgarter Lebensversicherung denken an eine schrittweise Senkung der Abschlussprovision, wobei die Vergütungen für den Bestand ebenfalls schrittweise angehoben werden. 

Die Vorgehensweise rechnet sich für die Anbieter allerdings nur, wenn Kunden ihre Policen bis zum Vertragsende behalten, bei vorzeitiger Kündigung gewinnen die Versicherten durch die niedrigere Abschlussprovision. Die Mehrzahl der Anbieter sucht derzeit noch nach geeigneten Möglichkeiten.


 
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