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Malte Hartwieg: 200 Millionen verschwunden?

Er gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Finanzbranche - der Münchner Finanzmakler Malte Hartwieg. Der Selfmade-Man, der es vom Bauarbeiter zum Finanzjongleur mit Milliardenbeträgen gebracht hat, steht jetzt im Zentrum von Vorwürfen und Untersuchungen wegen unlauterer Geschäftspraktiken.


Hartwieg

Komplexes Fimengeflecht 

Jahrelang hatte Malte Hartwieg Anleger mit besonders attraktiven Renditeversprechen gelockt. Über eine komplexe Investmentgruppe unter dem Dach der Nitro Invest Beteiligungsgesellschaft wurden Beteiligungen mit unterschiedlichen Investment-Schwerpunkten aufgelegt. Münchner Immobilien, Erdöl- und Gasförderung sowie Trendfolge-Spekulation stehen dabei im Fokus. Über die Firma Selfmade Capital werden die sogenannten Emirates-Fonds vertrieben, die mit Biodiesel, Gold und einem Flughafenprojekt Geld verdienen wollen. Malte Hartwieg betreibt außerdem die Finanzvermittlungs-Plattform dima24.de. 

Vergebliches Warten auf Ausschüttungen

Die Emirates-Fonds 1 bis 7 und einige Fonds der Nitro Invest-Tochter New Capital Invest werden jetzt kritisch durchleuchtet. Anlass waren Mitteilungen an die Fondsteilhaber, dass die versprochenen Ausschüttungen stockten, weil sich die Fonds nicht planmäßig entwickelten. Hunderte Anleger warten offenbar seit Monaten vergeblich auf Auszahlungen, es soll um bis zu 200 Millionen Euro gehen. 

Hohe Renditen versprochen 

Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Verfahren wegen Anlagebetrug und unzureichender Risikoaufklärung eröffnet wird. Die Verkaufsprospekte des Firmengeflechts weisen jedenfalls erhebliche Ungereimtheiten auf. Auffallend sind die ungewöhnlich hohen Renditeversprechen. Mit bis zu 17 Prozent Rendite wurden Anleger geködert. Vermeintliche Staatsgarantien erweckten dabei den Eindruck von Sicherheit. Bei Recherchen vor Ort wurde zwar festgestellt, dass die Investitionsprojekte tatsächlich existieren. Ob das Anlegergeld aber ausschließlich dorthin geflossen ist, daran bestehen Zweifel. Möglicherweise wurde auch riskanter investiert. 

Verantwortung abgeschoben

Malte Hartwieg schickt bisher seinen Anwalt vor, um sich zu erklären. Danach sei nicht er selbst, sondern sein Kompagnon Christian Kruppa für die notleidenden Fonds verantwortlich. Er solle die Probleme klären und noch nicht investiertes Geld herausgeben. Kruppa teilt indessen mit, die Fonds-Ergebnisse ließen derzeit keine Ausschüttungen zu. Für die betroffenen Anleger ist das sicher nicht befriedigend.

 

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