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Megatrend Transparenz: Schweizer Banken mit Nachholbedarf

Am kommenden Montag findet in Berlin der 10. Private Banking Gipfel statt. Veranstalter sind der Verlag Fuchsbriefe und das Institut für Qualitätssicherung sowie Finanzdienstleistungsprüfungen IQF. Der Geschäftsführer des Fuchsverlags äußerte sich im Vorfeld speziell zu den Schweizer Banken.


Schweizer Banken

Der Sonderstatus für Schweizer Banken ist endgültig Vergangenheit

Ralf Vielhaber ist der Geschäftsführer des Fuchsverlags, er sieht auf die Schweizer Banken gravierende Veränderungen zukommen. Konnten die Institute der Schweiz in der Vergangenheit noch einen Sonderstatus durch das Bankgeheimnis beanspruchen, müssen sie sich in der Zukunft dem harten europäischen Wettbewerb stellen. Vor allem die Transparenz lässt nach Meinung Herrn Vielhabers zu wünschen übrig. Die mangelnde Transparenz beginne schon beim ersten Beratungstermin und zeige sich auch in den folgenden Anlagevorschlägen. Auch der Verlag Fuchsbriefe erlebte die fehlende Transparenz bei Anfragen zum Geschäftsverlauf, die Fragen wurden nur sehr zögernd und kaum vollständig beantwortet.

Die Schweizer Bankinstitute sind bei vielen als echte Transparenz-Verweigerer bekannt. Sie geben sich konservativ zugeknöpft und haben laut Vielhaber großes Optimierungspotenzial. Die Schweizer Banken sollen in vielen Bereichen offener werden, viele Dinge wie beispielsweise die Kundenstruktur, Vermögensgröße sowie die Gebühren- und Produktpolitik sind verbesserungsbedürftig. Der Geschäftsführer der Fuchsbriefe lobte die Transparenz der Banken in Luxemburg, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein, an diesen Instituten sollten sich die Schweizer Banken ein Beispiel nehmen.

Die Schweizer Banken haben wenig Zeit für Innovationen

Viele Banker der Schweiz haben sich laut Herrn Vielhaber kräftig überschätzt und bei ihrem Erfolg vor allem auf "Swissness" gebaut. Für viele Schweizer Banken stehen die Ziele der Kunden nicht im Vordergrund, so wie es eigentlich sein sollte. Die Credit Suisse bildet hier eine rühmliche Ausnahme, sie hat sich durch ihr deutsches Tochterunternehmen neue Maßstäbe sowohl bei der Transparenz als auch in der Beratungsqualität aneignen können.

Die in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse wurden mittlerweile auch in der Schweiz umgesetzt. Doch die anderen Institute der Schweiz haben für innovative Gedanken derzeit keine Verwendung. Sie sind mit Kostensenkung und Margenerhöhung beschäftigt und ruhen sich auf der immer noch bestehenden Staatsgarantie aus. Für ausländische Kunden offerieren Schweizer Banken konservative Hauspolitik. Neben der mangelnden Transparenz zeigen sie wenig Mut auch bei kalkulierbaren Risiken; ihre Beratungsqualitäten sind noch weit von dem Begriff maßgeschneidert entfernt.

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