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Mit dem Smartphone bezahlen – Ist das sicher?

Viele haben es schon gemacht oder beobachtet. An der Supermarktkasse wird das Smartphone gezückt und entweder ans Gerät (NFC-Chip) gehalten oder mittels einem generierten PIN bezahlt. Das smarte Handy ist die neue Brieftasche, die wir immer dabei haben und endlich brauchen wir kein Kleingeld mehr oder gar Kreditkarten. Doch wie sicher ist das Ganze? Diese Frage stellen sich viele und natürlich insbesondere Hacker und andere Kriminelle.


Verbraucherzentralen und Experten sagen, dass die Zahlung mit dem Smartphone sicherer sei, als mit der Kreditkarte. Dennoch sind gerade wir Deutschen dabei sehr skeptisch. In anderen Ländern hingegen ist diese Zahlung bereits Alltag und immerhin gilt als erklärtes Zielt (nicht nur in der EU), das das Bargeld verschwinden soll. In China beispielsweise  kann überall –flächendeckend- mit dem Handy bezahlt werden. In den skandinavischen Ländern wird diese Möglichkeit vorangetrieben, dort sind die Planungen zur Abschaffung von Bargeld bereits viel weiter, als in anderen Ländern.

Besteht eine reale Gefahr?

Aus dem derzeitigen Wissensstandard lässt sich entnehmen, dass die Zahlung mit NFC (Nearfield Communication) als eine vergleichsweise sichere Technologie gilt. Das Smartphone ist die Brieftasche der Zukunft, dennoch muss in Deutschland noch viel Überzeugungsarbeit erfolgen.

Eine NFC-Kreditkarte hingegen kann mit einem Lesegerät ausspioniert werden. Beim Smartphone ist diese Kommunikation im Nahfeldbereich jedoch besser geschützt. Das liegt vor allem daran, dass die Daten nur als verschlüsselte Kopie für diesen einen Bezahlvorgang gesendet werden. Dieser Vorgang wird auch fachsprachlich als Host Card Emulation (HCE) bezeichnet.

Welche Smartphones eignen sich dafür

Grundsätzlich bieten alle modernen Smartphones bereits diese Funktion. Über den Dienst Google Pay können Sie mit einem Android-Gerät bezahlen oder Sie nutzen die App eines Drittanbieters. Bei einem iPhone wir der Dienst Apple Pay genutzt. Bei Apple gibt es keine Drittanbieter-Apps, da die NFC Schnittstelle nicht für Dritte freigeschaltet ist.

Mit dem Smartphone bezahlen – Eine Frage der Bonität

Das elektronische bezahlen ist einfach, wird aber immer öfters auch zu einer Frage der eigenen Bonität. So hat jede Supermarktkette mittlerweile eigene Apps entwickelt, die zusammen mit dem Smartphone die Zahlung ermöglichen. Edeka hat natürlich auch eine. Allerdings ist diese nur Kunden mit guter Bonität vorbehalten. Wer die App zur Zahlung nutzen möchte, muss also zunächst eine Schufaprüfung über sich ergehen lassen. Das ist nicht nur bei Edeka zu beobachten. Umso einfacher und elektronischer die Zahlungen werden, desto öfters gerät die eigene Bonität in den Fokus. Das liegt unter anderen auch daran, dass die Edeka App eine Rechnungszahlung ermöglicht, die Beträge also erst später vom Konto abgebucht werden.

Die Daten

Für die jungen Leute von heute, ist der Umgang mit Daten oft sehr freizügig. Sie sehen kaum Probleme dabei. Ältere Personen über 30 hingegen legen oft noch viel Wert auf die Sensibilität der eigenen Daten. Beim elektronischen Bezahlen, egal in welcher Form, sind Daten natürlich immer so vorhanden, dass daraus auch Rückschlüsse gezogen werden können. Bestes Beispiel sind die beliebten Rabattkarten, die es ja in den unterschiedlichsten Formen gibt. Wer diese nutzt, ist bei den Analysefirmen sehr beliebt. Mit nur wenigen Klicks lässt sich sagen, wer wann krank war, schwanger wurde und so weiter.


 
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