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Mit welchem Wertverlust muss man rechnen?

Wer einen nagelneuen Wagen kauft, möchte ihn vielleicht nicht bis zur Verschrottung behalten, sondern denkt an vorherigen Verkauf. Mit dem Verkaufserlös kann dann die Anschaffung eines Folge-Fahrzeugs mitfinanziert werden. Wie hoch dieser Finanzierungsbeitrag ist, hängt vom (Rest-)Wert des alten Wagens ab.


Fahrzeuge verlieren im Laufe ihres "Lebens" kontinuierlich an Wert. Das ergibt sich schon durch Gebrauch und natürlichen Verschleiß. Außerdem kommen ständig neue und technisch noch ausgefeiltere Modelle auf den Markt, die "gestandene" Fahrzeuge buchstäblich "alt aussehen" lassen. Auch das trägt zum Wertverlust bei.

Erst degressiver, dann linearer Wertverlauf 

Es existiert keine Rechenformel, um den Wertverlust exakt auszurechnen. In letzter Konsequenz ist der Fahrzeugwert immer eine Verhandlungssache zwischen dem jeweiligem Verkäufer und Käufer - insofern etwas höchst Individuelles. Aber es gibt Erfahrungs- und Orientierungswerte sowie "Marktgesetze", die bei der "Wertschätzung" eine wichtige Rolle spielen. Danach lassen sich durchaus allgemeine Feststellungen zum Wertverlauf treffen, die übergreifend für Modelle, Fahrzeugtypen und Marken gelten. 

Typisch ist ein degressiver Wertverlauf mit hohen Wertverlusten in den ersten Jahren und einer später gleichmäßigeren (= linearen) Wertminderung über die Jahre bis zum Erreichen der Schrottreife. Die folgenden generellen Aussagen sind möglich: 

  • in den ersten 12 Monaten verliert ein Neufahrzeug bis zu einem Viertel seines Listenpreises an Wert - Folge eines Überangebotes an fast noch neuwertigen Fahrzeugen am Markt; 
  • die Degressivität setzt sich auch in den beiden Folgejahren fort. Nach drei Jahren beträgt der Wert noch etwa 50 Prozent des Listenpreises; 
  • danach sinkt der Wert gleichmäßig entsprechend der Abnutzung um etwa fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Spätestens nach zehn Jahren bewegt er sich nahe am Schrottwert. 

Was den Wert noch beeinflusst 

Bedingt durch individuelle Faktoren kann der Wert über oder unter dem liegen, der sich bei idealtypischem Verlauf ergeben würde. Stark wertbeeinträchtigend sind immer Schäden durch Unfälle oder externe Ereignisse. Auch bei sachgemäßer Reparatur ist der Wert danach nicht wie vorher. Daneben haben Fahrzeugtyp, -marke und -modell erheblichen Einfluss auf den Fahrzeugwert. Premiummarken sind tendenziell wertbeständiger als Billigmarken. Natürlich zählt auch die Ausstattung, Extras mit "echtem Mehrwert" werden positiv bewertet. 

Der Fahrzeug-Zustand wirkt sich ebenfalls aus. Ein Wagen, der regelmäßig gewartet und instandgehalten wird, ist mehr wert als einer, der in dieser Hinsicht nachlässig behandelt wird. Ein gut geführtes Scheckheft und TÜV wirken wertsteigernd. Und beim Verkauf macht es sich gut, wenn sich der Wagen in einem sauberen und top-gepflegten Zustand präsentiert.


 
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