15:59

Online Payments – auf diese Merkmale sollten Sie achten

Ware gegen Bargeld, das ist ein Geschäftsmodell, das mehr und mehr an den Rand gedrängt wird. Durch das Internet ergeben sich vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, und das Bezahlen läuft d0rt aus naheliegenden Gründen digital ab. Elektronische Bezahlsysteme besitzen handfeste Vorteil, können aber auch so manchen Stolperstein liefern.


PayPal

PayPal ist das wohl bekannteste Online-Payment-System überhaupt. Es gehörte zu ebay und ermöglicht seinen Usern, bei einer Unzahl von virtuellen Shops einkaufen zu gehen, ohne dafür jedes Mal die eigenen Bankdaten eingeben zu müssen. Bei PayPal selbst sind IBAN und BIC beziehungsweise die Kreditkarten-Nummer selbstverständlich hinterlegt. Der Bezahldienst sorgt dafür, dass die Kasse beim Anbieter sofort klingelt und holt sich anschließend sein Geld beim Kunden zurück. Wer mag, kann sich auch ein Guthaben direkt bei PayPal anlegen. Richtig praktisch ist die Expresszahlung: Der Nutzer kann damit im Speedy-Gonzales-Modus shoppen gehen. PayPal ist allerdings ziemlich Phishing-anfällig und durch kein zusätzliches TAN-System abgesichert. Kunden sollten entsprechend aufmerksam sein und bei kleinsten Verdachtsfällen misstrauisch werden.

Paysafecard

Wer lieber sein eigenes Konto und die Kreditkarte aus dem Spiel halten möchte, der legt sich eine Paysafecard für den Interneteinkauf zu. Diese können Sie an verschiedenen Orten kaufen, zum Beispiel beim heimischen Discounter oder in der Drogerie. Die Karten verfügen über ein Guthaben von 10 bis 100 Euro, je nachdem, wie viel der jeweilige Kunde anlegt. Außerdem ist immer eine PIN aufgedruckt, die den Bezahlvorgang im Netz auslöst. Bevor Sie eine Zahlung via paysafecard durchführen, sollten Sie schauen, ob der jeweilige Zahlungsempfänger Informationen zur Nutzung angibt: Gibt es Hilfestellung für den Fall, dass eine Einzahlung nicht funktioniert (das kann durchaus mal passieren)? Was muss sonst noch beachtet werden, damit die Zahlung gut über die Bühne geht? Das Bezahlen mit der Paysafecard ist außerdem längst nicht überall möglich, aber einige Branchen fühlen sich mit dem System offensichtlich besonders wohl: Insbesondere für Online Casinos und andere Prepaid-Modelle hat sich diese Bezahlmethode etabliert.

Click & Buy

Die Deutsche Telekom AG hat mit ihrem Click & Buy beileibe keine grundsätzlich neue Idee hervorgebracht. Das System gleicht PayPal fast aufs Haar: Sie hinterlegen zuerst Ihre Daten inklusive Bankverbindung im neu geschaffenen Account und gehen nun entspannt einkaufen. In den vielen Shops, die Click & Buy zulassen, klicken sie auf das Symbol und bestätigen den Geldtransfer mit Ihren Zugangsdaten. Die Online-Händler erhalten in diesem System nie die Kreditkarten- oder Bankdaten ihres Nutzers, außerdem lagern sämtliche Informationen auf deutschen Servern. Das Bundesamt für Informationssicherheit hat Click & Buy zertifiziert, darum kann diese Bezahlmethode als sicher angesehen werden. Privatnutzer zahlen für die Nutzung keinen Cent, nur Geschäftskunden müssen Gebühren berappen. Rücküberweisungen auf das Bankkonto kosten allerdings für jeden etwas.

Skrill

Vor Kurzem hieß dieses Bezahlsystem noch Moneybookers, nun hat sich der Name deutlich verkürzt. Bei Skrill erhält jeder Nutzer ein eigenes Kundenkonto, das dieser mit Hilfe seiner Kreditkarte oder über das eigene Girokonto auflädt. So ergibt sich ein Prepaid-Guthaben nach Maß, dass sich nach Belieben im Internet ausgeben lässt. Der Anbieter hat auch eine Skrill-Prepaid-MasterCard in petto, die seinen Kunden die Möglichkeit einräumt, am Automaten bares Geld abzuheben. Auch ganz normale Überweisungen lassen sich mit einem Skrill-Konto durchführen, nicht nur von Skrill zu Skrill, sondern auf jedes beliebige Bankkonto. Aber aufgepasst: Überweisungen sind nicht stornierbar, also Kopf einschalten vor dem Klick!

Bitcoins

Kryptowährungen erlebten vor einigen Jahren einen regelrechten Boom, aktuell ist es zumindest im deutschen Raum wieder still um sie geworden. Mit Bitcoin zu zahlen, das ist aber sowohl im Internet als auch in der analogen Welt möglich, allerdings nur in relativ wenigen Geschäften. Natürlich benötigt der User hierfür eine gefüllte Wallet, die er entsprechend nutzen kann. Entweder öffnet sich über die Schaltfläche des Shops die Wallet automatisch oder die Aktivierung erfolgt über eine per Mail versandte Bitcoin-Adresse beziehungsweise über einen QR-Code. Für viele Menschen mögen das alles noch böhmische Dörfer sein, doch lohnt es sich, die Sache einmal auszuprobieren: Eine gewisse Einarbeitung in die Materie ist zwar nötig, doch am Ende entpuppt sich alles normalerweise als relativ einfach. Die passenden Bezahl-Apps für die analoge und virtuelle Welt enthalten einen Währungsrechner, der den jeweiligen Betrag bei Bedarf in die Landeswährung überträgt.

Banküberweisung

Zuletzt möchten wir noch die reguläre Banküberweisung erwähnen, die heute noch immer nicht aus der Mode gekommen ist. Sie besitzt allerdings einen handfesten Nachteil: Das Geld kommt nicht innerhalb von Minuten beim Empfänger an, sondern der Bezahlprozess zieht sich über viele Stunden, oft auch über Tage hin. Falls Ihr Anbieter die Ware erst dann losschickt, wenn er das Geld in der Hand hält, sind Eilsendungen kaum möglich. In vielen Fällen sehen die Online-Shops die Sache aber nicht so eng und gewähren einem zahlungskräftigen Kunden gern die Möglichkeit, auf Rechnung einzukaufen. Dann geht das Geschäft durchaus auch schnell über die Bühne.

Die meisten Menschen schießen sich auf eine bevorzugte Bezahlweise ein, weil sie sich damit sicher fühlen. Wer immer schon per Überweisung bezahlt hat, wird nicht so schnell zu PayPal wechseln, es sei denn, er sieht die Vorteile für sich ein. Es lohnt sich, immer wieder einen Blick über den Tellerrand zu werfen und ein bisschen flexibel zu sein, denn auf dem Payment-Sektor warten viele positive Überraschungen.


 
Kostenloses Kennenlernen
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin mit Dieser einverstanden.
Jetzt Kontakt aufnehmen
Herzlich Willkommen Video | Honorar für Beratung
Schnellzugang Finanzen

30.05.2019 - Finanzwissen
Bargeld hinterlässt keine Spuren Ohne Bares geht die Anonymität verloren, meint der unabhängige Finanzberater Marcel Dyk.
19.05.2019 - Finanzwissen
Sinn des Lebens: Glaube in der Wissenschaft Besser als bei Jürgen Gramer kann die Übersicht kaum sein.
15.05.2019 - Finanzwissen
Der Macher und Organisator: Helmut Schmidt Der Hamburger Frank Frommholz über eine Persönlichkeit.
Alle Honorarberater