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Umweltschutz: Präsident und Klimaschutz

Amerikas Präsident, Barack Obama, hat ein umfassendes Programm im Bezug auf den Klimaschutz vorgestellt und freut sich nun über positive Konjunkturdaten.


Umweltschutz

Nun will sich auch Barack Obama zum Anwalt für den Umweltschutz erheben. Am Dienstagnachmittag stellte der amerikanische Präsident an der Washingtoner Georgetown University sein weitreichendes Programm im Kampf gegen den Klimawandel vor. Dabei sagte Obama in seiner Rede, dass er sowohl als Präsident, aber auch als Vater und Amerikaner da sei, um den Menschen zu sagen, dass alle handeln müssen.

Hauptaugenmerk des Programmes ist die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes der Atomkraftwerke. Um dies zu erreichen, sollen von der Umweltbehörde EPA neue Standards entwickelt werden. Den Angaben der Regierung zufolge verursachen die Kraftwerke rund ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen der Vereinigten Staaten. Darüber hinaus sind weitere Elemente in dem Programm vorgesehen, unter anderem sind auch neue Standards im Bezug auf den Benzinverbrauch der Lastwagen vorgesehen. Von den amerikanischen Medien wurde die Initiative des Präsidenten als ehrgeizig und aggressiv beschrieben. Die „New York Times“ erklärte, dass Obama sein Vermächtnis über das Thema Umweltschutz definierten könnte.

Nachdem der amerikanische Präsident zur Enttäuschung diverser Umweltschützer das Thema Klimawandel zugunsten anderer Themen, wie zum Beispiel der Gesundheitsreform, im Laufe seiner ersten Amtszeit hinten angestellt hatte, scheint der Klimawandel nun eine neue Priorität erhalten zu haben. 

Umweltschutz: Wall Street hat Grund zur Freude

Obama hatte auch zu dem politischen Reizthema Keystone-XL-Pipeline, die das Öl der kanadischen Ölsandgebiete zum Golf von Mexiko transportieren soll, etwas zu sagen. Den Ausführungen Obamas zufolge, soll die Pipeline nur dann gebaut werden, wenn der Bau im Interesse der amerikanischen Nation sein würde, was voraussetzt, dass sich die Luftverschmutzung durch das Kohlendioxid der Pipeline nicht deutlich verschlimmere.

Mit großem Interesse dürfte der amerikanische Präsident am Dienstag auch die Veröffentlichung einer Reihe von Konjunkturindikatoren zur Kenntnis genommen haben, denn sie alle deuten auf eine Erholung der amerikanischen Wirtschaft hin.

Positive Meldungen gab es im Bereich Eigenheim, dem Verbrauchervertrauen und auch im Bezug auf die Aufträge der dauerhaften Güter. Auch die Wall Street profitierte von der positiven Entwicklung. Um 101 Punkte auf 14.760 Zähler stieg der Dow Jones um 0,7 Prozent. Ein Prozent legte der S&P 500 zu und stieg auf 1.588 Punkte und auf 3.3.48 Punkte um insgesamt 0,8 Prozent steig auch der Index der Technologiebörse Nasdaq

Doch es gab auch Verlierer. Um 17 Prozent fiel der Kurs des Buchhändlers Barnes & Noble. Vonseiten des Unternehmens wurde angekündigt, dass man sich weitgehend aus dem Geschäft mit den Tabletcomputern zurückziehen werde. Für Barnes & Noble war es offenbar nicht möglich, mit dem eigenen „Nook“-Tablet neben Größen wie Apple, Google und Amazon zu bestehen. Barnes & Noble will zukünftig lediglich den „Nook“ als digitales Lesegerät weiter produzieren. Für die Produktion des Tablets wird nach einem Partner gesucht. (DR/BHB)


 
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