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Richtig sparen im Ausland

Sparen in Deutschland bringt nicht einmal mehr den Inflationsausgleich, die Banken kommen so leicht an Geld, dass sie Sparern keine nennenswerten Zinsen mehr zahlen brauchen. Daher schauen derzeit viele Anleger über die Grenzen.


sparen

Sparen lohnt zumindest in Deutschland kaum mehr

Denn die seit Jahren über Deutschland hängende Wolke der Niedrigzinsen bleibt beharrlich an ihrer Stelle, keine Aufhellung in Sicht. In Zeiten der Krise floss besonders viel Geld in die deutschen Banken, da die Investoren es hier am besten aufgehoben sahen. Die Banken vor Ort kommen so leicht an frisches Geld, dass die Kundenfreundlichkeit oft auf der Strecke bleibt. Die Sparer müssen sich bei deutschen Bankinstituten Zinsen gefallen lassen, die eigentlich keine sind. Sie sind niedriger als die derzeitige Inflationsrate und reichen überhaupt nicht einmal zum Werterhalt der Anlagesumme.

Vor 2008 war das anders, damals gab es selbst auf täglich verfügbares Tagesgeld noch 3,5 Prozent. Doch seitdem kennt der Zins nur noch einen Weg, abwärts. Derzeit gibt es für Tagesgeld zu den gleichen Konditionen gerade einmal 0,75 Prozent. Kein Wunder, dass viele Sparer sich immer öfters in den Nachbarländern nach attraktiven Möglichkeiten zum Sparen umschauen. Die ausländischen Institute hatten nicht die Gunst der Investoren und müssen um die Spareinlagen ihrer Kunden deutlich mehr kämpfen als ihre Kollegen in Deutschland. Daher offerieren sie meist auch deutlich bessere Konditionen.

Im nächsten Urlaub ein Konto im Ausland eröffnen

Das ist derzeit sehr verlockend, da beispielsweise spanische Banken für Festgeldanlagen mit einjähriger Laufzeit circa drei Prozent zahlen. Das ist sicher kein Traumwert, jedoch lohnt sich Sparen hier wenigstens noch etwas. Die Kontoeröffnung muss allerdings persönlich vorgenommen werden, die Legitimation am Bankschalter ist dort noch zwingend vorgeschrieben. Viele Leute meinen, das Sparen bei einem ausländischen Institut sei risikoreicher als bei einer heimischen Bank. Sparen im europäischen Ausland ist ebenso abgesichert wie bei deutschen Banken, Einlagen bis zu 100.000 Euro gehen auch bei Zahlungsunfähigkeit des Instituts nicht verloren.

Jedoch verfügen die deutschen Banken über weitere Sicherheitsmechanismen, welche im Ausland nicht üblich sind. Wer also im Ausland sparen möchte, sollte beim nächsten Urlaub die erforderlichen Dokumente einpacken und in Italien oder Spanien ein Konto eröffnen. Doch obwohl es EU-einheitliche Bestimmungen gibt, ist sparen für Deutsche noch lange nicht in jedem Mitgliedsland möglich.

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